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  • Daniela Meisel
    home publikationen BIO aktueLL Daniela Meisel schreibT Clara Löcker Impressum Dr Daniela Meisel Autorin Einödstraße 29 A 2511 Pfaffstätten mail danielameisel com

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  • Publikationen Daniela Meisel
    vor dem Krieg geflüchtet und mit seiner Mutter in die Obhut eines zwielichtigen Pfarrers geraten Nach deren Tod ist er auf sich gestellt und wagt den Aufbruch in die große Stadt Milo der Baumschläfer und Irina das Straßenmädchen finden trotz der Geschäftigkeit des Unglücks zueinander Stützen und stärken einander Doch kann ihre Liebe groß genug sein für ein Happy End Pressestimmen Auszug ein lebensbejahendes Buch in einer Zeit in der Meldungen über Gewalt Gier und Ausbeutung uns bisweilen den Atem nehmen Herbert Först Literaturhaus Wien Der Himmel anderswo ist das Gegenteil von Erbauungs oder Unterhaltungsliteratur Das Buch ist pures Engagement Nicht der literarische Himmel ist seine Ambition sondern die Überwindung der Hölle auf Erden Wolfgang Huber Lang APA ein Roman der einem die Tränen in die Augen treibt der berührt fesselt einen im tiefsten Inneren bewegt Nora Holzmann Südwind Magazin ein berührender aufrüttelnder kritischer Gegenwartsroman der trotz allen geschilderten Elends von der starken Hoffnung an die heilenden Kräfte der Natur wie der Menschlichkeit getragen wird Jutta Kleedorfer Österreichisches Bibliothekswerk und sie sind Kämpfernaturen was im Sternbild des Orion zum Tragen kommt das in diesem spannenden sachkundigen und gefühlvoll erzählten Roman eine Leitfunktion einnimmt Andreas Tiefenbacher literaturkritik de Leseprobe Gespräch und Lesung Gegen einsam Roman picus M anuel ist durchschnittlich Er ist durchschnittlich groß durchschnittlich schwer und hat einen durchschnittlichen Beruf Bloß in einem will er nicht durchschnittlich sein Siebzehntausend Dinge besitzt ein Mensch im Durchschnitt und Manuel hat sich zum Ziel gesetzt vierunddreißigtausend Dinge zu besitzen Das ist sein Versuch sich gegen die Einsamkeit zu wehren Maja ist ebenfalls einsam Ihre Arbeit ist langweilig ihre beste Freundin ist eine taubstumme ältere Dame ihre Freizeit verbringt sie damit WG Zimmer zu besichtigen Anders als Manuel der Gegenstände sammelt sammelt sie Begegnungen Als die beiden aufeinander treffen wissen sie zunächst nichts miteinander

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  • Biographie Daniela Meisel
    Südafrika und Kalifornien arbeitet sie an der Medizinischen Universität Wien 2008 Umzug nach Linz wo sie die Akademie für Literatur in Leonding besucht und für die oberösterreichischen Landesmuseen Kultur vermittelt Sie erhält das Startstipendium für Literatur 2010 und das Arbeitsstipendium

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  • Daniela Meisel aktuell
    Theater Petersplatz Petersplatz 1 1010 Wien am 13 März 2013 19 Uhr Thalia Wien Mitte Landstraßer Hauptstraße 2a 2b 1030 Wien am 23 Mai 2013 19 Uhr 30 Theater am Steg Johannesgasse 14 2500 Baden Moderation Herbert Först am 09 Oktober 2013 19 Uhr Alte Schmiede Schönlaterngasse 9 1010 Wien am 15 November 2013 17 Uhr beim Pfaffstättner Frauenherbst Gemeindezentrum Pfaffstätten 2511 Pfaffstätten am 22 November 201 3 9 Uhr

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  • leseprobederhimmelanderswo
    unterirdischen Hohlräumen verklingen Sie wird vom Lärm der Förderbänder und Gerätschaften übertönt und nur Noten von besonderer Höhe entkommen manchmal durch Ritzen oder Risse im Gestein Wenige Kumpel teilen seine Ansicht aber ihr Vater hält den Beruf des Bergmanns für einen guten Irinas Mutter ängstigt sich an der Oberfläche zur selben Zeit derart um das Leben ihres Mannes dass sie das eigene ebenso wie das ihrer Kinder kaum wahrnimmt Sie ist eine Frau aus der Stadt die ihre Kindheit und Jugend in Plattenbauten verbracht hat Zwischen Grafitti besprühten Wänden Auf asphaltierten Straßen und gepflasterten Parkplätzen Mit siebzehn Jahren lernt sie Irinas Vater bei einer seiner seltenen Einkaufsreisen kennen als er sich dem Drängen seines gläubigen Vorgesetzten nachgebend in einer kleinen Schneiderei einen Sonntagshut anfertigen lässt Als Irinas Mutter ihren Vater zum ersten Mal sieht fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen Sein fester Gang gefällt ihr Sein breiter Rücken Niemals jedoch wird sie sich später an seinen Beruf als Bergmann gewöhnen können Wenn er auf Schicht ist betet sie stets im Stillen wirkt abwesend oder verwirrt An guten Tagen bestickt sie Taschentücher und Bettbezüge mit frommen Sprüchen und Segenswünschen häkelt Tischdecken die sie einmal pro Woche auf dem Markt im Nachbardorf verkauft und mit denen sie manchmal im Ort von Tür zu Tür geht An schlechten Tagen zittern ihre Finger so dass sie die Nadel kaum halten kann Die Kinder kennen ihre Mutter damals nur mit zerstochenen Händen Das von der Mutter gefürchtete Grubenunglück geschieht kurz vor Irinas siebtem Geburtstag Obwohl die Betreiber des Bergwerks ihrer Mutter und den anderen Ehefrauen im Dorf immer wieder aufs Neue versichern bald eine erhebliche Summe Geld in moderne Gerätschaften investieren zu wollen geschieht dies nie und so sterben in der Grube infolge der veralteten Fördertechniken und schlechten Sicherheitsvorkehrungen jedes Jahr mehrere Kumpel An solch einem Tag geht Irinas Vater unter die Erde ohne zu wissen dass er die Fahrt das letzte Mal antritt Die Schlagwetterexplosion ereignet sich tief im Inneren des Bergwerks Wodurch das ausgetretene Grubengas gezündet wurde ein defektes Gerät eine kaputte Stirnlampe oder die Unachtsamkeit eines Bergmanns kann nie aufgeklärt werden und wie die meisten der betroffenen Familien vermuten besteht bei den Verantwortlichen auch kein besonderes Interesse daran Die Detonation bringt den Abschnitt des Stollens in dem sich Irinas Vater befindet zum Einsturz Siebzehn Minenarbeiter werden direkt durch die Explosion des Methangases getötet fünf Männer durch herabfallende Gesteinsbrocken erschlagen Irinas Vater ist einer von zwei Kumpel die das Glück haben nur teilweise verschüttet zu werden Als die Felsstücke auf ihn niederprasseln die Wucht größerer Trümmer ihn zu Boden reißt glaubt er zu wissen dass er seine Familie nicht wiedersehen wird Auf der Erde liegend fühlt er wie die Dunkelheit des Gewölbes in seine Mundhöhle kriecht Sie bewegt sich seinen Rachen die Luftröhre hinab in seinen Brustraum breitet sich in seinen Lungenflügeln aus verdrängt den Sauerstoff und bringt Kälte Der Raum wird enger Die Decke sinkt Wände und Boden rücken näher an seinen Körper heran Ihr Druck presst die Muskeln seiner Arme

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  • leseprobegegeneinsam
    Modell der gleichen Marke steht in meiner Einbauküche Wenn ich mich krank fühle bereite ich mir damit Toast Hawaii zu esse die eine Hälfte und lasse die andere stehen Mich friert Ich habe gehört dass man in Museen die Temperatur niedrig hält um die Exponate zu schützen Ist das hier nötig Ich sehe mich um Der ältere Herr hat den Raum verlassen Ich beuge mich nach hinten Blicke durch die Glastür ins Foyer Die Kassadame sitzt an ihrem Platz Sie blättert in einer Zeitschrift Die Stirn in ihre rechte Hand gestützt Sonst sehe ich niemanden Der Ausstellungsraum ist größer als zu dem Zeitpunkt an dem ich gekommen bin Ich möchte hinaus Öffne die Glastür Zerknülle die Eintrittskarte in meiner Hosentasche Ich nehme meine Jacke vom Garderobenhaken Murmle der Kassiererin Auf Wiedersehen zu und verlasse das Museum Sie blickt nicht auf Draußen Regen Ich ziehe meine Kapuze über den Kopf in meine Stirn Das Licht der Autoscheinwerfer und Reklameschilder verschwimmt Lichtkegel in der Dunkelheit Das Werbeplakat an der Litfaßsäule verspricht jugendliches Aussehen bei täglicher Verwendung einer Anti Aging Creme Ich blicke auf meine Uhr Mit einem Knopfdruck kann ich ihr Ziffernblatt zum Leuchten bringen Kurz vor halb fünf und es ist finster Ich mag den Winter nicht Er beendet die Tage bevor etwas Außergewöhnliches passieren kann 2 Ich lache nicht gerne Ich habe mich dabei im Spiegel betrachtet Meine Mundwinkel schieben sich nach außen und oben drücken meine Wangen hoch lassen sie geschwollen aussehen als hätte ich Mumps Mein Mund wird breit Maja meine Breitmaulfröschin hat mein erster Freund einmal zu mir gesagt Ich habe ihn nie wieder geküsst Ich sitze an meinem Schreibtisch Blicke durch die Glasfront meines Büros auf die Einkaufsstraße hinunter Die Menschen laufen durcheinander Sind Ameisen Ameisen tragen tote Raupen Käfer oder Schmetterlinge in ihren Bau um ihren Staat zu ernähren Die Menschen tragen Plastiktaschen und Papiersäcke von Armani Gucci oder Rolex Ich feiere Weihnachten nicht Jedes Jahr bekomme ich von meiner Mutter eine Einladung zu unserem traditionellen Familienfest in Gmunden zugesandt Jedes Jahr schicke ich ihr die Karte die sie von Hand mit Gold oder Sternenpapier beklebt hat zurück Seit Mitte Oktober hängen Lichterketten über der Einkaufsstraße Sie formen Weihnachtssterne Rentiere und Englein Im November sind Christbäume in die Auslagen der Geschäfte gestellt worden Es gibt keine Art der Schmückung keine Farbvariante die ich noch nicht an ihnen gesehen habe Die Kinder tun mir leid Eine Frau in einem Lodenmantel dreht sich nach einer Gruppe lateinamerikanisch gekleideter Musiker mit langen Haaren um die ihre Instrumente auspacken Sie stößt mit einem Herrn zusammen Pakete fallen auf den Boden Orangen und Äpfel springen über das Kopfsteinpflaster rollen kommen an der Mauer des Jungfrauenbrunnens zum Stillstand Der Herr reißt die Arme hoch Gestikuliert Sein Mund unter dem Schnurrbart klappt auf und zusammen Ich wende mich ab Auf dem Weg zur Kantine kommt mir mein Chef entgegen Er bleibt stehen Seine Sekretärin drei Schritte hinter ihm Im Büro wird sie die Neue genannt Sie arbeitet seit einem dreiviertel Jahr in

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  • Leseprobe Daniela Meisel
    betrachtete die leeren Wodkagläser auf dem Tisch Er griff nach der Flasche und schenkte nach Trinken wir noch einen Letzten Auf meine Tochter Fjodor seufzte und hob sein Glas Johannes nahm den Wodka und leerte ihn in einem Zug Die Nachrichten seiner Frau waren schlimmer geworden Fünf Wochen vergangen und die Kleine hatte nicht aufgehört zu schreien Tag und Nacht Stunde für Stunde Selbst wenn sie zwischendurch vor Erschöpfung einnickte dauerte ihr Schlaf nur wenige Minuten Die Ärzte wussten keinen Rat Bestätigten die medizinisch einwandfreien Werte Hebammen Psychologinnen Verwandte und Freunde Niemand konnte helfen Zwei Kindermädchen hatten bereits gekündigt und ein neues ließ sich nicht finden Johannes sah zur Tür Mein Zug fährt in einer halben Stunde Viel Glück Fjodor lachte leise Der Bahnhof war voller Menschen Reisende mit Koffern und Taschen die jüngeren unter ihnen trugen Rucksäcke Andere waren gekommen um einen Freund oder Verwandten zu verabschieden Umarmten sich oder winkten Johannes stieg in den letzten Waggon des Zuges Er drängte sich durch die Reihen Fand keinen Sitzplatz Am Fenster stehend spürte er wie sich der Boden unter seinen Füßen in Bewegung setzte und sah hinaus Taschentücher wurden gezückt Ein Mädchen rief nach seinem Vater Ein Dackel rannte bellend neben den Gleisen während ihn seine Besitzerin unter Flüchen in ihren Stöckelschuhen verfolgte Bei uns reist man viel mit der Bahn hatte ihn Fjodor aufgeklärt Warum er keinen Flug nach Moskau nehmen wolle Einmal fliegen ist mir genug hatte Johannes erwidert Er möge die Klimaanlagen und die engen Sitzreihen in den Passagiermaschinen nicht Katharina stand am Fenster und lauschte in die Stille Seit drei Minuten und vierundfünfzig Sekunden Schweigen Sie schloss die Augen Spürte die Schwere ihrer Lider die Wärme und Dunkelheit des Schlafs der seit Wochen in ihrer Nähe lauerte Wie sie das ertragen könne hatte man sie gefragt Dass Babys schreien sei normal Aber so etwas Sie fürchtete jeden Moment zu Boden zu sinken nahm all ihre Kraft zusammen und öffnete die Augen Sie sah hinaus Die weißen Gartenstühle waren so unberührt dass sie das Sonnenlicht reflektierten Auch die Eltern waren nach zwei Tagen abgereist Such dir ein anständiges Kindermädchen hatte die Mutter bei der Abfahrt geraten während der Vater lächelnd aus dem laufenden Wagen gewinkt hatte Statistisch gesehen schlafen Babys im ersten Lebensjahr zwischen fünfzehn und achtzehn Stunden pro Tag hatte er seiner Tochter erklärt und dass sie sich keine Sorgen zu machen brauche die kleine Sandra werde das früher oder später genauso tun Katharina betrachtete den endlosen Garten Am Teich verfolgten zwei Erpel eine Ente Als sie aus dem Wasser hüpfte richteten sich die beiden auf und schlugen mit den Flügeln Zwischen den Tannen huschte ein Eichkätzchen über den Boden Sandra schrie Der Zug hatte in Samara gehalten Viele Reisende waren zugestiegen und kaum jemand aus Johannes roch die abgestandene Luft Den Schweiß seines Nachbarn Er blickte zum Himmel und sah einen Greifvogel der in der Ferne seine Kreise zog An seinem gekerbten Schwanz erkannte er einen Milan Weiter oben verflüchtigten sich die Reste eines Kondensstreifens

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