archive-com.com » COM » F » FLORIANKLENK.COM

Total: 518

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • » Korruption » Florian Klenks Erkundungen «
    Anwalt Gerhard Ruhri sagt die Einstellung erfolgte deshalb weil ein Staatsanwalt mit den belastenden Aussagen nie zu einer Verurteilung gekommen wäre Es gilt die Unschuldsvermutung Kategorien Reportagen Tags Justiz Justiz Akten Justizministerium Korruption Strafrecht 17 Jul 2009 Erklär mir den Geheimdienstskandal Keine Kommentare Was ist los im Parlament Wer bespitzelt wen Wer ist ein kasachischer Agent Und welche Geheimdienste gibt es überhaupt Der ORF hat mich dazu interviewt Das Interview auf FM4 findet sich hier Kategorien Reportagen Tags FPÖ Geheimdienste Justiz Kasachstan Korruption Spionage Spitzel 08 Jul 2009 Das ist totes Recht Keine Kommentare Walter Geyer Chef der Korruptionsstaatsanwaltschaft über das rückschrittliche neue Antikorruptionsgesetz für Falter Herr Staatsanwalt Geyer das Justizministerium plant das neue Korruptionsgesetz zu reformieren Sind Sie damit zufrieden Walter Geyer Nein Wir sind kürzlich zwei Schritte vorausgegangen Nun gehen wir wieder einen zurück Was stört Sie Geyer Die Bestimmungen über das Anfüttern von Amtsträgern also die Gewährung kleiner Vorteile um ihre Gunst zu gewinnen waren sehr strikt und sehr rigide ein großer Personenkreis war davon umfasst Das war ein Fortschritt Nun werden die Bestimmungen zum toten Recht erklärt Die Vertreter von staatsnahen Betrieben dürfen nun wieder angefüttert werden Ein Argument dafür war die große Rechtsunsicherheit Niemand wusste ob man einen ORF Journalisten oder den Amtstierarzt auf einen Kaffee einladen darf Geyer Die Verunsicherung ist nachvollziehbar Die unterste Grenze beim Anfüttern war nicht klar geregelt Anstatt hier nachzuschärfen werden gleich ganze Personenkreise etwa Manager von ÖBB Asfinag oder Ärzte ausgegliederter Spitäler komplett ausgenommen Es wird nicht nachgeschärft sondern entschärft Geyer Ganz genau Hat sich die Wirtschaft durchgesetzt Geyer Wirtschaftliche Interessen spielen nun sicherlich eine wichtigere Rolle Es geht aber auch um eine viel grundsätzlichere Frage der wir uns stellen sollten Ist Korruptionsbekämpfung ein Herzensanliegen der Politik oder bloß eine Pflichtübung die man irgendwie absolviert Ihre Antwort Geyer Wie hat Österreich reagiert als es um die Abschaffung der anonymen Sparbücher ging Oder beobachten Sie die Diskussion über das Bankgeheimnis das auch Betrüger schützt Bestechung ausländischer Amtsträger war lange steuerlich absetzbar und daher staatlich subventioniert Wir sind hier keine europäischen Vorreiter und das ist schade Was bei uns heute umstritten ist ist in Deutschland vor zehn Jahren entschieden worden Der Rechnungshofpräsident Josef Moser kritisiert dass Manager staatsnaher Betriebe nun straflos mit kleinen Vorteilen angefüttert werden dürfen Dies sei nicht zu rechtfertigen da die Unternehmen öffentliche Gelder verwalten Geyer Ich teile die Kritik und stelle eine weitere Frage Ist es noch gerechtfertigt private Wirtschaft und den öffentlichen Bereich total unterschiedlich zu behandeln Nein Begonnen hatte es bei den Beamten sie sollen sich nicht bestechen lassen Dann wurden auch die leitenden Angestellten der öffentlichen Unternehmungen erfasst dann aber nur eingeschränkt die Manager der Privatwirtschaft Diese Ausdehnung ist meines Erachtens notwendig weil von Vertretern großer Firmen in den allermeisten Fällen über fremdes Geld verfügt wird Sie sollten keine privaten Vorteile aufgrund dienstlicher Tätigkeit einstreifen Kommen wir zur Verunsicherung ORF Manager Elmar Oberhauser sah sich kürzlich in den Schlagzeilen weil er bei einer Sportveranstaltung in einer VIP Loge saß Ist das wirklich schon kriminell Geyer Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe haben sich nicht bestätigt Er hatte gar keine unzulässigen Zuwendungen angenommen Aber losgelöst von diesem Fall möchte ich eines festhalten Die oft beklagte Verunsicherung in Sachen Anfütterung hat auch positive Seiten Plötzlich begannen viele im Land darüber nachzudenken ob das was bisher Sitte war diese Freunderlwirtschaft auch gut ist Firmen riefen bei uns an und fragten Welche Zuwendungen sind noch zu rechtfertigen Der Blumenstrauß für die Krankenschwester Geyer Der ist völlig unbedenklich Der Golddukaten als Dank für die liebevolle Betreuung der Oma Geyer Ist problematisch wie alle Zuwendungen wenn damit Einfluss ausgeübt werden soll oder könnte Kommen wir zum Kultursponsoring Siemens sponsert die Salzburger Festspiele und bekommt dafür ein Kontingent an Freikarten Diese wurden etwa an hohe Beamte der Stadt Wien verschenkt Zusätzlich gab es Einladungen ins Luxushotel Limousinenservice und Galadiner Nun ist all das wieder erlaubt Geyer Ich verstehe die Sponsoren Aber ich teile ihre Sicht nicht Was ist der Sinn des Sponsorings Die Förderung der Kultur durch private Unternehmen Warum aber werden dann Karten an hohe Beamte und Manager verschenkt und diese rundumversorgt Da drängt sich die Vermutung auf Zweck dieses Sponsorings ist das Beschenken einflussreicher Leute und nicht die kulturelle Veranstaltung selbst Ist es schon strafbar Geyer Wenn zwischen Siemens und den Eingeladenen keine geschäftliche Beziehung besteht wohl nicht Doch solche Personen werden ja selten eingeladen Manche Würdenträger müssen aber bei kulturellen Veranstaltungen ihr Amt repräsentieren Geyer Das würde unter zulässige Repräsentation fallen könnte aber auch die Republik bezahlen Das Geld soll ja der Kultur zukommen Kommen wir von der Freunderlwirtschaft zur Großkorruption Sie beklagen das Fehlen von Kronzeugenregelungen und den mangelnden Schutz von Hinweisgebern sogenannten Whistleblowern Geyer Ja beides wäre wichtig Im Wettbewerbsrecht ist die Kronzeugenregelung eine Erfolgsstory Alle großen Kartellabsprachen wurden aufgedeckt weil Unternehmen ausgepackt haben und dafür keine oder weniger Strafe zahlen mussten Dieser Schritt wäre auch bei der Großkorruption etwa im Bauwesen überfällig Er hätte destabilisierenden und abschreckenden Charakter Keiner könnte mehr darauf vertrauen dass Bestechungen ungeahndet bleiben In Deutschland wurde vor kurzem eine Kronzeugenregelung beschlossen Wie aber kann man Whistleblower schützen Sie haben Angst ihren Job und ihre Existenz zu verlieren wollen aber auch nicht weiter bei kriminellen Machenschaften ihrer Kollegen zusehen Geyer Bei uns war kürzlich ein Mann wegen einer Rechtsauskunft Er deutete an dass sich ein Beamter ständig mit sogenannten Kickbacks bestechen ließ Doch er wagte nicht auszupacken hatte Angst um seine Existenz Auch hier zeigt ein Blick ins Ausland neue Wege Das Landeskriminalamt Niedersachsen etwa hat ein ausgefeiltes System entwickelt Ein Hinweisgeber kann bei den Behörden einen anonymen Postkasten einrichten und so mit diesen kommunizieren Bei uns würden einige Praktiken schlagartig aufhören wenn wir so ein System hätten Der Europarat hat wohl Recht Österreich befindet sich in einem frühen Stadium des Kampfes gegen die Korruption Kategorien Texte für den FALTER Tags Justiz Korruption Regierung Strafrecht 10 Feb 2009 Fall Haidinger Innenministerium gegen Innenministerin Keine Kommentare Maria Fekter suspendierte ihren Kritiker Herwig Haidinger Rechtswidrigerweise wie ein Bescheid ihres Hauses nun moniert für Falter Foto Martin Fuchs Ein Jahr ist es nun her dass der abgesetzte Kripo Chef Herwig Haidinger im Café Eiles saß um sich auf seinen wichtigsten Auftritt vorzubereiten Vor dem Nationalrat packte er dann erstmals aus über Pannen im Fall Natascha Kampusch über üble Seilschaften in der Polizei und über parteipolitisch motivierte Indiskretionen rund um die Ermittlungen in der Bawag Milliardenpleite Maria Fekter war damals noch Volksanwältin Sie muss irritiert gewesen sein Herwig Haidinger war einer ihrer engsten Parteifreunde aus Oberösterreich Nun stürzte er die ÖVP und ihren Innenminister Günter Platter in eine Krise Das verzeiht ihm die Partei nie Haidingers Enthüllungen hatten einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Folge Er enthüllte hässliche Usancen im Innenressort penibel dokumentiert in gestohlenen Emails des ehemaligen Innenministers Ernst Strasser Mal ließ sich ein Klüngel im Ministerialkabinett vom Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff Pouilly zu Jagden aufs schottische Luxusschloss laden derweil der unter Korruptionsverdacht stand dann schob man sich Posten zu oder intervenierte nach eigenen Alko Fahrten Die Justiz ermittelt in all diesen Fällen noch immer Haidinger aber mittlerweile in die Sicherheitsdirektion verschoben wurde am 12 November von der nunmehrigen Innenministerin Maria Fekter vorläufig suspendiert Den Ausschlag gaben ein profil Interview und eine Pressekonferenz ehemaliger Spitzenbeamter die Haidinger nur als stummer Zeuge besuchte in der heftige Kritik an den autoritären und unprofessionellen Zuständen und dem Politfilz im schwarzen Innenressort geübt wurde Fekter reichte es Doch anstatt die Kritik zu entkräften servierte sie Haidinger ab Er habe so tönte sie das Ansehen des Ministeriums geschädigt und Weisungen missachtet Im übrigen habe er ihr ein kritisches Email geschrieben eine Missachtung des Dienstweges Bei vollen Bezügen solle sich ihr Parteifreund lieber im Garten in Wien Breitenlee Rosen züchten anstatt sie Fekter zu kritisieren Haidinger aber sagte Ich fordere eine Änderung der Umgangsformen im Innenministerium Menschen müssen offen ihre Meinung sagen dürfen ohne dafür verfolgt zu werden Wo sind wir denn Nun hat Haidinger diese Änderung der Umgangsformen erreicht mit Hilfe des Innenministeriums Mit Unterstützung seines Anwalts Alfred Noll setzte er bei der Disziplinarkommission nicht nur eine Aufhebung der Suspendierung sondern auch eine sofortige Einstellung des Disziplinarverfahrens in fünf von sechs Fakten durch Für eine Außer Dienststellung Haidingers so urteile die Oberrätin Ingrid Sperl gebe es keinen Grund In einem Fall so monierte sie sei Haidinger sogar eine kritische Äußerung eines anderen Beamten des ehemaligen Sektionschefs Wolf Szymanski zum Vorwurf gemacht worden Ein Beamter so Sperl kann aber nur für sein Tun oder Unterlassen zur Verantwortung gezogen werden Haidinger fühlt sich nun bestätigt In 33 Jahren Dienst habe ich mich nie einschüchtern lassen von niemandem Diese Entscheidung zeigt mir dass ich Recht getan habe Anwalt Noll kritisiert dass Fekter auf der juristischen Niederlage sitzen bleibt Für jeden angehenden Juristen sei erkennbar gewesen dass es für eine Suspendierung keinen Grund gibt Nun sei zu klären wer für die Verschleuderung von Steuergeld aufkomme Kategorien Reportagen Tags Bawag Herwig Haidinger Innenministerium Korruption Menschenrechte Natascha Kampusch ÖVP Regierung 20 Dez 2008 Hol s der Geyer Keine Kommentare 68er Strafrichter Grüner Mafiaankläger der Citoyen Walter Geyer avanciert zum obersten Korruptionsermittler des Landes Das ist die gute Nachricht Foto Martin Fuchs Könnten die Bürger nur sehen was nächtens auf den Dächern ihrer Gerichte passiert Vergangenen November sang Barsänger Louie Austen in der Kantine des Justizpalastes Hofräte wiegten sich über den Dächern der Stadt im Takt selbst Exrechnungshofpräsident Franz Fiedler gab sich den Rhythmen hin im Mund eine Mentholzigarette Künstler Politiker Journalisten sie alle hatten hier Walter Geyer die Aufwartung zum 60er gemacht Das Fest wirkte wie eine Abschiedsfeier Geyer der Exgrünpolitiker der Androsch Ankläger und Mafiajäger war ja aufs Abstellgleis geschoben worden Chef der Wiener Staatsanwälte hatte er werden die Truppe moderner transparenter machen wollen Aber Schwarz Blau schickte ihn nach Korneuburg Ein einflussreicher Justizbeamter flüsterte schon damals Mit dem Geyer haben wir noch was vor Jetzt ist es so weit In der Universitätsstraße 5 zwischen Gefängnis Parlament und Rathaus wird ab 1 Jänner die neue Korruptionsstaatsanwaltschaft residieren Geyer ist ihr erster Chef Aus der mit Wirtschaftsexperten vernetzten Superbehörde wurde zwar dank ÖVP Einspruch vorerst nur ein Minitrupp mit drei Anklägern Aber mit Geyer wird dort kein untertäniger Geist herrschen Seine Biografie prägt seine Vorstellung von Recht und Gesellschaft sie bietet Einblick wie hier Strafjustiz funktioniert Geyer der Vater Techniker die Mutter Schauspielerin wollte Künstler werden Ein langhaariger 68er war er einst er verschlang Sartre tanzte zu den Stones der Schuldirektor lief ihm mit der Haarschere nach Mit 17 Jahren riss er aus wegen einer Frau in Paris Daraus wurde nichts Geyer studierte Jus aus Verlegenheit 68 Zwentendorf die von profil gehetzte AKH Baumafia Es war das Österreich Kreiskys das ihn politisierte Geyer begann als Strafrichter in Oberwart wo Recht und Realität vor ihm aufeinanderprallten Da stand etwa diese armselige Mutter vor ihm weil sie ihr behindertes Kind prügelte Ihr Mann soff fünf Kinder brüllten derweil Hätte ich sie eingesperrt sagt Geyer wären die Kinder im Heim gelandet Zurechtrücken Nachsicht üben Kriminelle nicht als Monster begreifen Das war es was Geyer damals lernte In Wien herrschten noch die Schreirichter Diese Generation sagt Geyer war nicht nur streng sie war gnadenlos War jedoch ein Prominenter involviert rotierte alles Kreiskys Justizreformer Christian Broda musste jeder Ermittlungsschritt gegen Freunderln gemeldet werden bissige Ermittler wurden solcherart gezähmt Zu Tode erheben oder liegen lassen das sind heute noch die Methoden um lästige Fälle loszuwerden siehe Kommentar Seite 6 Geyer spricht es aus Natürlich wird Einfluss auf die Justiz genommen da bin ich Zeitzeuge Auch deshalb ist er für die Abschaffung des Weisungsrechts 1986 während seiner Ermittlungen gegen Androsch wird Geyer schließlich von den Grünen entdeckt Als er in den Nationalrat einzog traf er erneut auf die Arroganz der Roten Der damalige Parlamentspräsident und Gewerkschaftskaiser Anton Benya wollte uns weder Zimmer noch Mitarbeiter gewähren Geyer war keiner der mit Tränen vor der Eiche stand wie er sagt Für Aktionismus war er dennoch zu haben Mal filibustierte er stundenlang um ein umweltfeindliches Gesetz zu Fall zu bringen 1987 demonstrierte er gegen das von Österreich mitfinanzierte Donaukraftwerk in Nagymaros Ungarns Kommunisten schätzten solches Engagement nicht und so fand sich der einstige Strafrichter selbst in einer verdreckten Zelle wieder Ein Staatsanwalt sagt Geyer müsse politisch sein aber parteipolitisch unabhängig agieren Jemand ist ja nicht deshalb unabhängig weil er seine Meinung verschweigt In den vergangenen Jahren etablierte sich Geyer nicht nur als furchtloser Ermittler vor einigen Jahren klagte er in Wien einen polnischen Mafiapaten an der Staatsanwälte mit Säureattentaten entstellte sondern er half auch mit die platzenden Gefängnisse zu leeren Hohe Haftzahlen sind ja kein Naturgesetz Als er 2004 kurze Zeit die Jugendstaatsanwaltschaft leitete senkte er den Belag im Jugendknast um die Hälfte Es sei doch besser junge ausländische Langfinger nach Hause zu schicken und die dortige Sozialarbeit auszubauen Geyer engagierte sich fürentsprechende Projekte im Osten Nun also wird er oberster Korruptionsjäger Er darf keine alten Fälle anpacken sondern nur Causen die nach dem ersten Jänner anfallen aber er wird wohl einen anderen Ermittlungsstil salonfähig machen Das ist die gute Nachricht Die schlechte Das neue Antikorruptionsgesetz soll wieder entschärft werden Und Geyer hat zu wenig Ressourcen um wirklich aufräumen zu können Ob ihn die neue durch den Bawag Prozess geprägte VP Justizministerin Claudia Bandion Ortner dabei unterstützen wird Kategorien Texte für den FALTER Tags Grüne Justiz Korruption Menschenrechte Strafrecht 14 Nov 2008 Ein Aufdecker soll schweigen 1 Kommentar Er enthüllte die verrohten Sitten im Innenministerium Nun wird Herwig Haidinger dafür öffentlich gedemütigt Ein Überblick für Falter Foto Martin Fuchs Im Februar trat Herwig Haidinger der ÖVP nahe Chef des Bundeskriminalamts vor den Nationalrat und sagte Ich wurde abgesetzt weil ich mich nicht korrumpieren ließ Neun Monate und einen abgewürgten Monster U Ausschuss später arbeitet Haidinger nicht einmal mehr in der bedeutungslosen Sicherheitsakademie des Innenministeriums Er muss Dienstwaffe und Kokarde abgeben und mit einer Kürzung seines Gehalts leben Innenministerin Maria Fekter hat ihren ehemaligen Parteifreund vorläufig suspendiert Haidinger habe massiv vertrauensschädigendes Verhalten an den Tag gelegt so ihre Begründung Fekter erntete von ihren Parteifreunden und sogar von manchen Applaus Ein Spitzenbeamter so hieß es könne eben nicht ständig seine Ressortleiterin kritisieren Die SPÖ blieb gelassen Nur der Grüne Peter Pilz schrieb in seinem Blog die Schottergrubenbesitzerin verfahre auch in der Herrengasse nach dem Prinzip Bagger rein Schotter raus Sie verwechsle das Innenressort mit einem privaten Unternehmer Pilz zeigte Fekter an Die Absetzung Haidingers ist ein beunruhigendes Signal einer Polizeiministerin die so sehr auf Law and Order Wert legt Auf den ersten Blick reiht sich ihre Aktion in die Serie von Absetzungen missliebiger Spitzenbeamter durch schwarze Ressortchefs in den letzten Jahren Gendarmeriechef Oskar Strohmayer Sicherheitsbürochef Max Edelbacher der Sektionschef Wolf Szymanski der Legist und heutige Justiz Kabinettschef Abin Dearing und der Wiener Polizeigeneral Franz Schnabl sie und viele andere rot sozialisierte Beamte wurden von ÖVP Innenministern ja deshalb versetzt oder abgesetzt weil sie als Führungsfiguren Kritik an den Plänen ihrer Chefs übten oder deren Reformen nicht mittragen wollten Bei Haidinger liegt die Sache völlig anders er ist keine Führungskraft mehr und er kritisierte nicht die politischen Pläne seiner Ministerin sondern den Missbrauch von Macht durch ÖVP Mitarbeiter im Polizeiministerium Haidingers Vorwürfe sind auch nicht aus der Luft gegriffen Er legte den Korruptionsbehörden Emails und Aktenvermerke vor die seine Behauptungen bestätigten und sowohl den U Ausschuss des Nationalrats als auch die Staatsanwaltschaft aufscheuchten zuletzt etwa im Fall Kampusch wo Fekter und Justizministerin Maria Berger aufgrund Haidingers Kritik neue Ermittlungen in Auftrag gaben Der hartnäckige und etwas schrullige Haidinger hatte seine Anschuldigungen nicht nur durch eigene Dokumente untermauert Ihm kam auch zu gute dass seinem Ex Chef dem schwarzen Innenminister Erst Strasser ein Laptop geklaut wurde Die darauf gespeicherten Emails wurden Journalisten zugespielt So wurde bekannt wie Strasser das Ministerium führte Da lassen sich Kabinettsleute von Alfons Graf Mensdorff Pouilly zu Jagden auf schottische Schlösser einladen wissend dass gegen diesen Mann wegen Rüstungsdeals in Großbritannien ermittelt wird Da werden von Strasser Emails verfasst in denen klargemacht wird dass Spitzenjobs an ÖVP Leute Gesinnungsfreunde zu vergeben sind Amtsmissbrauch Ein Ermittler des BIA sagte dazu Wenn wir da hineinstechen werden wir nicht mehr fertig Nebenbei wurden Alkofahrten von Kabinettsmitarbeitern durch Interventionen ausgebügelt und besoffene Spitzenbeamte gedeckt Dann wird ein gefürchteter Polizist Roland Horngacher mit der Umsetzung der Polizeireform betraut nicht zuletzt weil man seine Grenzgänge am rechtlichen Abgrund schätzte die Horngacher nun 15 Monate Haft wegen Amtsmissbrauch bescherten Letztendlich werden haarsträubende Schlampereien der Kripo im Fall Natascha Kampusch vertuscht Bawag Ermittlungsergebnisse im Wahlkampf an Medien verraten und die geheimen Vorstrafenregister der Familie von Arigona Zogaj von Spitzenbeamten an die Medien verraten All das hat Herwig Haidinger miterlebt vieles davon hat er Staatsanwälten und Korruptionsermittlern erzählt und zwar schon vor seiner Absetzung als Kripo Chef Die Justiz hatte sich aber monatelang Zeit gelassen Sie ermittelt widerwillig oder gar nicht auch weil viele Anschuldigungen zwar politisch aber kaum strafrechtlich zu fassen sind Übrig bleibt nun Herwig Haidinger der ehemalige schwarze Paradepolizist aus Oberösterreich der nun in Breitenlee am Nordrand von Wien der Gartenarbeit frönen kann anstatt Kriminelle zu stellen Er wird anders als jene vier Polizisten die einen Afrikaner folterten vom Dienst abgezogen Den Vorwurf die ÖVP missbrauche ihre Macht um unliebsame Stimmen mit dem Disziplinarrecht zum Schweigen zu bringen hat er einmal mehr unter Beweis gestellt Kategorien Texte für den FALTER Tags Herwig Haidinger Innenministerium Justiz Korruption Polizei Roland Horngacher 15 Aug 2008 Hirschen für den Kieberer Keine Kommentare Er war Wiens mächtigster Polizist Dann wurde Roland Horngacher wegen Amtsmissbrauchs verurteilt Hier spricht er erstmals über Korruption und Bestechung in der Führungsetage der Exekutive für Falter Ein Haus in der Grinzingerstraße Der Garten verwildert fast verwunschen eine Hollywoodschaukel ohne Pölster Ein gelbes Schild warnt vor dem scharfen Hund Hier lebt Roland Horngacher 48 Der gefallene Polizeigeneral Es ist das erste Mal dass er einen Reporter in sein Haus lässt Es ist ein ungewöhnliches Anwesen überall Gemälde barocke Möbel Radierungen Horngacher will repräsentieren Seine Verehrung für Napoleon ist nicht zu übersehen Statuen Zinnfiguren Fotos seiner Uniform sind wie in einem Museum überall ausgestellt Sogar der Küchenvorhang ist mit Bienen bestickt das Wappentier Napoleons Horngacher stellt Kaffee auf Er setzt sich auf seinen Stuhl roter Samt die Sesselbeine sind

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/tag/korruption/page/2/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Marcus Omofuma » Florian Klenks Erkundungen «
    und gegrunzt Aus einem Afrikaner Mehr Kategorien Texte für den FALTER Tags Justiz Kronenzeitung Marcus Omofuma Menschenrechte Polizei Strafrecht RSS Feed dieser Seite abonnieren Suche nach about Florian Klenk geb 1973 ist Journalist und Jurist Er arbeitete acht Jahre für die Wiener Stadtzeitung Falter und wechselte dann als Redakteur zur ZEIT nach Hamburg Seit Mai 2007 ist er stellvertretender Chefredakteur und Politikchef des Falter Für seine journalistische Arbeit wurde er u a mit dem Kurt Vorhofer Preis dem Claus Gatterer Preis und dem Concordia Preis für Menschenrechte ausgezeichnet 2005 wurde er von einer Jury zum Journalisten des Jahres in Österreich gewählt 2007 und 2008 war Klenk investigativer Journalist des Jahres Klenk unterrichtet Recherche an der Fachhochschule für Journalismus in Wien Kontakt klenk falter at tags Arigona Zogaj Asyl Asylpolitik Bawag Blogger BZÖ Deutschland FPÖ Frauenhandel Gefängnisse Grüne Guantanamo Herwig Haidinger Innenministerium Islam Islamismus Justiz Justiz Akten Justizministerium Jörg Haider Karl Heinz Grasser Kirche Korruption Kronenzeitung Kärnten Medien Menschenrechte Murat Kurnaz Natascha Kampusch Nationalsozialismus ORF Polizei Pressefreiheit Rechtsanwälte Rechtsextremismus Regierung Roland Horngacher SPÖ Strafrecht Terror Terrorismus USA Walter Meischberger Österreich ÖVP Neue Artikel Fall Haselsteiner wie das Gericht die Korruptionsermittler stoppte Fall Kampusch das Versagen der Medien Das Wiener Schandurteil Suntingers heile Welt Der gläserne Staat und seine Feinde Die Söldner vom Kohlmarkt Die Unfreien Wir Wachhunde und Straßenköter Ernst der Film Unschuldsvermutung und Pressefreiheit Neue Kommentare Volkmar Leisser bei Das Wiener Schandurteil oh verzeihung bei Das Wiener Schandurteil Mothman bei Suntingers heile Welt franz Schmidthuber bei Die Söldner vom Kohlmarkt Hubert Bergmair bei Die Söldner vom Kohlmarkt Susanne V bei Wir Wachhunde und Straßenköter Susanne V bei Die Unfreien Links der Woche 2013 KW 1 blog sektionacht at bei Die Unfreien Felix Andersen bei Die Unfreien mothman bei Der 278a kann bleiben Artikel Kategorien Impressum Reportagen Schnelle Glossen Texte für

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/tag/marcus-omofuma/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Onkel Hans greift ein » Florian Klenks Erkundungen «
    ein ehemaliger Waschmittelverkäufer von Persil verkaufte die Zeitung mit neuen Methoden Er steckte sie Sonntags in Plastiktüten die in Wien an jedem Laternenpfahl hängen Die Zeitung wird noch heute aus den Tüten geklaut die Auflage aber steigt dadurch Mehrmals versuchte die SPÖ Dichands goldene Gans mit Hinweis auf die widmungswidrig verwendeten Gewerkschaftssparbücher zu entreißen vergeblich Dichands Macht wuchs und wuchs Selbst Sonnenkönig Bruno Kreisky spazierte mit ihm durch die Weinberge Grinzings Dichand protestiert wenn man sein Blatt als Boulevardzeitung verhöhnt Es ist eine politische Volkszeitung Sie lockt mit Kindern Mädchen Tieren und gutem Sport doch im Politikteil regieren Stammtisch und Ressentiment Sonntags gibt sogar der Wiener Erzbischof seinen Segen per Kolumne dazu Das Blatt steht zwar im Hälfteeigentum des deutschen WAZ Konzerns doch mitzureden das stellte Dichand in einem erbitterten geführten Machtkampf mit den Deutschen vor einigen Jahren klar haben die Piefke hier nichts Schon gar nicht bei den Kampagnen die er gegen Atomstrom aus dem Osten gegen linkslinke Politiker oder gegen die Asylantenflut führte Als der deutschfranzösische Kultursender Arte es im Jahr 2002 wagte eine beeindruckende aber kritische Dichand Doku zu senden Dichand frühstückte darin mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil seinen geliebten Guglhupf verschwand der Kanal einfach aus dem Fernsehprogramm der Krone Man hat Angst also arrangiert man sich meinte in verblüffender Offenheit der frühere Mediensprecher der Christdemokraten Helmut Kukacka Wo Dichands Zorn hinfällt da blüht Vernichtung Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik und ihre ÖVP spüren das dieser Tage Auch Plassnik hatte einen offenen Brief in Sachen EU an Dichand geschickt Sie unterschrieb ihn aber mit dem Wörtchen unbeeindruckt Dichand hatte die deklarierte Europäerin in seinem Blatt zuvor als eitle Bürokratin verhöhnt weil die in einem vertraulichen Treffen seine Anti EU Kampagne nicht unterstützen wollte Die ÖVP so prophezeit Dichand wütend werde die Wahl nun wohl verlieren Onkel Hans schrieb der Standard regiert die Republik Es ist eine verschworene Mannschaft die Dichands Zeitung macht Da wäre Herr Strudl der gehässiger Kaffeehausgast der die EU Parlamentarier in kleinen Spottzeilen als EU Parasiten beschimpft Oder Reimeschmied Wolf Martin der zwischen den Zeilen zu Hitler Geburtstag jubelte Oder Adrian Hollaender der Sohn des Staatsoperndirektors Als Professor einer rumänischen Universität gibt sich der Beau mit der Schmalzlocke aus und erstellt solcherart abenteuerliche Expertisen über die Machenschaften Brüssels Der selbsternannte EU Privilegienritter Hans Peter Martin Ex Korrespondent des Spiegel nun Abgeordneter in Brüssel schreibt auch für die Krone Herzstück ist die von Dichand persönlich betreute und gefürchtete Leserbriefseite Das freie Wort EU Bürokraten werden hier schon mal mit Nazis oder Kinderschändern verglichen Politiker auf das Übelste verhöhnt Die Wertegemeinschaft EU verhält sich wie jener Inzest Täter der lachend in Thailand urlaubt während seine Kinder im Keller dahinvegetieren schrieb ein Leser Die Spitzen der Republik nehmen die Seite ernst Außenministerin Plassnik wies ihre Mitarbeiter an die Leserbriefschreiber persönlich zu Hause zu besuchen wie sie selbst erzählt Bundespräsident Heinz Fischer mahnte der Nationalrat dürfe nicht durch das Institut des Leserbriefes abgeschafft werden Sofort ergriff eine Leserin das Freie Wort und nannte Fischer den nächsten Vernichter Österreichs

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/2008/09/25/onkel-hans-greift-ein/trackback/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Das Mädchen und die Meute » Florian Klenks Erkundungen «
    Der Zeit Journalist Joachim Riedl grub einen Fall aus der sich vor acht Jahren in Japan ereignet hatte Fast zehn Jahre war eine Schülerin in einem Keller eingesperrt gewesen Auch sie hatte sich als 19 Jährige selbst befreit Internationale Medien standen vor dem Haus des Entführers Doch nie bedrängten sie das Opfer oder dessen Familie Nie wühlten sie in seinem Intimleben Die Medien trafen eine Vereinbarung und hielten Abstand aus Respekt Das Opfer konnte in Ruhe eine Therapie absolvieren Die Frau lebt heute in Frieden bei ihren Eltern Österreich ist anders Der Fall Amstetten zeigt das erneut Wieder werden Opfer einer spektakulären Straftat unter Druck gesetzt an die Öffentlichkeit zu gehen Wieder werden jene Grundsätze fahrengelassen die im Ehrenkodex der Presse und im Medienrecht niedergelegt sind Vorvergangene Woche druckte News zum Beispiel das Geständnis des Amstettner Vergewaltigers Josef F Ausführlich durfte der noch einmal seine Opfer demütigen und en detail schildern wie er seine Tochter vergewaltigte Die Woche zuvor druckte das Blatt auch noch die Bilder der Kinder ohne Balken vor dem Gesicht News Chef Josef Votzi rechtfertigt das so Wir haben zur Veranschaulichung der Täter Opfer Ebene bewusst mehrere Jahre alte Kinderbilder genommen damit die Betroffenen für Außenstehende nicht wiedererkennbar sind Dies sei eine übliche Praxis in der Chronikberichterstattung die leider der Wucht der Ereignisse von Amstetten offenbar nicht standgehalten hat Paparazzi aus ganz Europa lauern nun vor der Klinik um auch aktuelle Bilder zu bekommen und das mit gutem Grund Das Recht das ihr Tun sanktioniert mag streng sein doch hat es nur nationale Reichweite Die Früchte ihres Tuns hingegen können die Paparazzi auf der ganzen Welt verkaufen geahndet wird das kaum So umschleichen sie das Klinikum in dem die Familie F lebt Sie klettern auf Zäune vergraben sich im Boden prügeln sich mit den Sicherheitsbeamten belagern die Anwaltskanzleien der Opfer alles um ein Foto der Familie F zu bekommen weil es wie sie hoffen hunderttausende Euro Wert wäre Diese Medienleute erinnern mit ihren Methoden an Gewalttäter sagt ein Mitglied des Amstettner Betreuerteams Sie umschwärmen ihre Opfer sie kreisen sie ein Irgendwann bemächtigen sie sich ihrer und dann gibt es kein Entkommen Soll man sich als Opfer nun mit der Meute irgendwie arrangieren wie Kampuschs Betreuer ihr das rieten Es ist wie beim Stalking wer einmal darauf eingeht ist verloren Ein kleiner Happen Information und das Medienrudel stünde wieder vor ihrer Tür Die Amstettner Betreuer haben deshalb eine andere Strategie Die Familie soll zusammenhalten Sie tut es bisher Keines der Geschwister von Elisabeth F ist zum Beispiel an die Medien herangetreten obwohl es für ein Gespräch wohl ausreichend Geld gegeben hätte Die Einzigen die die Medien wirklich ausführlich gefüttert haben waren die Behörden Wie im Fall Kampusch drängten auch hier Polizisten in Pressekonferenzen vor die Kameras um über Sexualstraftaten zu berichten Als gäbe es kein Amtsgeheimnis Christoph Herbst der Anwalt der geschundenen Familie aus Amstetten durchschaut die Strategie der Paparazzi Die Zeitungen sagt er erwecken den Eindruck ein Dammbruch stünde bevor Wie das geht hat vergangene Woche Österreich

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/2008/05/28/das-madchen-und-die-meute/trackback/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Mit dem Schlimmsten rechnen » Florian Klenks Erkundungen «
    hatte Dumitru der falsche Polizist hingegen sagt er sei sofort weggelaufen als er erkannte dass er in eine Falle verdeckter Fahnder getappt war Seine Version klingt plausibel ohne Waffe hätte es wohl wenig Sinn gehabt sich auf einem Parkplatz einem bewaffneten Polizisten anzulegen Dumitru gibt an er habe sich in den Alfa gesetzt sein Bruder sollte davon rasen Doch kaum war ich im Auto und habe die Türe zugemacht bin ich bereits von der Seite angeschossen worden Wir sind noch gestanden Nicht die echten Polizisten im roten VW also jene die er bestehlen wollte hätten geschossen da wären die Schüsse ja von hinten gekommen Sondern die Schüsse seien von der rechten Seite gekommen Eher sogar von rechts vorne wie er vermutet Stimmt seine Version dann müssen andere Beamte geschossen haben als jene die im Auto auf die Täter warteten Es wäre eine völlig neue Version die mit der Notwehr Variante des Innenministers nicht übereinstimmt Zu ihr passt dass die verdeckten Fahnder in jener Nacht Unterstützung hatten Drei Streifenwagen mit je zwei Beamten warteten im Hintergrund so Oberst Franz Polzer der Chef des LKA Niederösterreich War es notwendig auf alle drei Rumänen zu schießen Wieso fragen die Rechtsanwälte der Rumänen wurde nicht auf die Reifen geschossen Gegen Menschen dürfen Waffen nur angewendet werden wenn der Zweck ihrer Anwendung nicht durch Waffenwirkung gegen Sachen erreicht werden kann heißt es im Waffengebrauchsgesetz Und weiter Der Waffengebrauch ist nur zulässig wenn ungefährliche oder weniger gefährliche Maßnahme wie insbesondere die Verfolgung eines Flüchtenden sich als wirkungslos erwiesen haben Schüsse auf Flüchtende dürfen weder als abschreckendes Signal an andere Straftäter verstanden werden noch dürfen sie dazu dienen einen Straftäter zur Strecke zu bringen wie Peter Westenthaler es nennt Auf versuchten Diebstahl steht in Österreich nämlich nicht die Schusswaffe sondern im schlimmsten Fall ein paar Jahre Knast Dazu kommt dass das Waffengebrauchsgesetz Schüsse verbietet wenn Unbeteiligte in Gefahr geraten können Auf offener Straße zu schießen muss daher reiflich erwogen werden Nur besonders gefährlichen Tätern etwa Geiselnehmern oder Terroristen soll nachgeschossen werden Die Polizei lernt wie man Flüchtende mit Streifenwägen in die Zange nimmt Immer wieder kommen bei Schüssen auch Unbeteiligte zu Schaden Zuletzt starb ein unschuldiger Motorradfahrer in Gars am Kamp im Kugelhagel Kürzlich geriet eine Familie auf der Pack unter Beschuss als die Polizei Erpresser jagte Ein Wiener Polizist selbst Mitglied einer Sondereinheit sagt Wir dürfen nicht einfach ballern Wir sind darauf trainiert auch gefährliche Leute ohne Schüsse festzunehmen Der Gerichtsmediziner Wolfgang Denk hat im Fall der drei Rumänen herausgefunden dass alle drei Rumänen erst im Auto getroffen wurden Der Lenker Valerie C starb während er das Fahrzeug lenkte Dumitru sagt er habe seinen Bruder nach dem Schuss geschüttelt es sei ihm schwindlig geworden er habe Vasile gerufen und das Lenkrad gehalten Das Auto sei in den Rasen gefahren Kurz darauf seien sie von der Polizei umstellt wordnen Es habe ein paar Fußtritte gegeben und nachher beim ersten Verhör nach der Operation eine Ohrfeige mit der flachen Hand Ein Dolmetscher habe Dumitru bedroht damit dieser die

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/2008/05/06/mit-dem-schlimmsten-rechnen/trackback/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Recht als Spektakel – die Reaktionen » Florian Klenks Erkundungen «
    für die Wiener Stadtzeitung Falter und wechselte dann als Redakteur zur ZEIT nach Hamburg Seit Mai 2007 ist er stellvertretender Chefredakteur und Politikchef des Falter Für seine journalistische Arbeit wurde er u a mit dem Kurt Vorhofer Preis dem Claus Gatterer Preis und dem Concordia Preis für Menschenrechte ausgezeichnet 2005 wurde er von einer Jury zum Journalisten des Jahres in Österreich gewählt 2007 und 2008 war Klenk investigativer Journalist des Jahres Klenk unterrichtet Recherche an der Fachhochschule für Journalismus in Wien Kontakt klenk falter at tags Arigona Zogaj Asyl Asylpolitik Bawag Blogger BZÖ Deutschland FPÖ Frauenhandel Gefängnisse Grüne Guantanamo Herwig Haidinger Innenministerium Islam Islamismus Justiz Justiz Akten Justizministerium Jörg Haider Karl Heinz Grasser Kirche Korruption Kronenzeitung Kärnten Medien Menschenrechte Murat Kurnaz Natascha Kampusch Nationalsozialismus ORF Polizei Pressefreiheit Rechtsanwälte Rechtsextremismus Regierung Roland Horngacher SPÖ Strafrecht Terror Terrorismus USA Walter Meischberger Österreich ÖVP Neue Artikel Fall Haselsteiner wie das Gericht die Korruptionsermittler stoppte Fall Kampusch das Versagen der Medien Das Wiener Schandurteil Suntingers heile Welt Der gläserne Staat und seine Feinde Die Söldner vom Kohlmarkt Die Unfreien Wir Wachhunde und Straßenköter Ernst der Film Unschuldsvermutung und Pressefreiheit Neue Kommentare Volkmar Leisser bei Das Wiener Schandurteil oh verzeihung bei Das Wiener Schandurteil Mothman bei Suntingers heile Welt franz Schmidthuber bei Die Söldner vom Kohlmarkt Hubert Bergmair bei Die Söldner vom Kohlmarkt Susanne V bei Wir Wachhunde und Straßenköter Susanne V bei Die Unfreien Links der Woche 2013 KW 1 blog sektionacht at bei Die Unfreien Felix Andersen bei Die Unfreien mothman bei Der 278a kann bleiben Artikel Kategorien Impressum Reportagen Schnelle Glossen Texte für andere Medien Texte für den FALTER Texte für DIE ZEIT Wer ist Florian Klenk Archiv Wähle den Monat Oktober 2013 April 2013 März 2013 Februar 2013 Dezember 2012 November 2012 Oktober 2012 September 2012 Juli 2012 Juni 2012 Mai

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/2009/03/14/recht-als-spektakel-die-reaktionen/trackback/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Amstetten » Florian Klenks Erkundungen «
    Maschine besteht aus vielen kleinen Rädchen Anwälten Staatsanwälten Richtern Polizisten Gutachtern Sie tauschen Information gegen mediale Präsenz Es reicht ihnen nicht im Licht der Öffentlichkeit zu stehen sie wollen sich darin auch sonnen Es ist ein Gegengeschäft das dem Staat und den Medien dient Kaum einer wirft Sand in dieses geschmierte Getriebe Im Fall Amstetten etwa läutete der Staat in Gestalt des niederösterreichischen Polizeisprechers Franz Polzer den ersten Akt im großen Medienjustiztheater ein Als Josef F vergangenes Jahr verhaftet wurde verlas Polzer kein dürres Statement Er verwechselte die Kameras der Weltpresse im Hinterzimmer eines Amstettner Hotels auf sich gerichtet Transparenz mit Voyeurismus Elisabeth F sagte Polzer nach F s Verhaftung wandte sich vertrauensvoll an uns Und dann plauderte er drauflos was das Missbrauchsopfer im Vertrauen erzählt hatte Er nannte den Namen der Familie und hielt Fotos von Vater Josef in die Livekameras So lockte Polzer die Reporter nach Amstetten anstatt sie zu verscheuchen Schon hing der britische Boulevard buchstäblich in den Bäumen des Klinikums Amstetten um Fotos der Opfer zu erhaschen Den zweiten Akt inszenierte der Verteidiger von Josef F Rudi Mayer Der Wiener Anwalt beklagte zunächst die Medienhatz dann aber steckte er News exklusiv das mit intimen Details gespickte Geständnis des eigenen Mandanten zu Josef F News aber auch Mayer dem als Anwalt Werbung verboten ist profitierten von dem Deal Das Blatt feierte ihn als Topanwalt Womit Mayer hoffentlich nicht gerechnet hat war die Dreistigkeit mit der News F s Geständnis ausschlachtete Josef F konnte seine Opfer aus der Zelle noch einmal öffentlich demütigen F so wurde bekannt versuchte sogar die Aussageprotokolle seiner Opfer zu verkaufen Das ging den heimischen Medien dann doch zu weit Doch selbst der im Fall F vorbildlich agierende Kurier lässt sich am Montag dazu hinreißen aus dem Tagebuch von Elisabeth F zu zitieren Dritter Akt Auftritt Staatsanwaltschaft Im Fall F fettete sie die Anklage mit vielen grausamen Details auf obwohl das rechtlich nicht notwendig wäre wie Opferanwälte versichern Irgendwer vermutlich Josef F selbst steckte die Anklage den Medien zu Dort versagten die Schmutzfilter erneut Anstatt die Akte pietätvoll selektiv zu zitieren stellen Wolfgang Fellners Österreich und News das Dokument zum Durchklicken auf ihre Websites obwohl Opfervertreter baten genau das nicht zu tun So rührt der Fall Amstetten an einer grundsätzlichen demokratie und medienpolitischen Frage Wie ist es noch zu rechtfertigen dass Strafprozesse über Sexualstraftäter im Zeitalter des Datenschutzes im Detail öffentlich erörtert werden dürfen Mehr Kategorien Texte für den FALTER Tags Amstetten Josef F Justiz Medien Opferschutz Pressefreiheit Strafrecht RSS Feed dieser Seite abonnieren Suche nach about Florian Klenk geb 1973 ist Journalist und Jurist Er arbeitete acht Jahre für die Wiener Stadtzeitung Falter und wechselte dann als Redakteur zur ZEIT nach Hamburg Seit Mai 2007 ist er stellvertretender Chefredakteur und Politikchef des Falter Für seine journalistische Arbeit wurde er u a mit dem Kurt Vorhofer Preis dem Claus Gatterer Preis und dem Concordia Preis für Menschenrechte ausgezeichnet 2005 wurde er von einer Jury zum Journalisten des Jahres in Österreich gewählt 2007 und 2008

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/tag/amstetten/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive

  • » Im Namen der Show » Florian Klenks Erkundungen «
    Bawag Generals Helmut Elsner wo das Innenministerium geheime Akten an Journalisten verteilte und der Staatsanwalt mit der damaligen Justizministerin Maria Berger bei der Verhaftung des Bawag Chefs mit Schampus anstieß war das zu sehen Auch im Fall Julius Meinl war bei einer Hausdurchsuchung ein Fotograf der Krone dabei Und der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gerhard Jarosch sagte gleich danach in die Kameras Wir haben gefunden wonach wir gesucht haben Die beschlagnahmten Kartons waren noch nicht einmal ausgepackt wie Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl vergangene Woche bei einer Pressekonferenz der Bank kritisierte Jarosch ist kein Show Man sondern ein moderner Staatsanwalt er setzt auf Transparenz er steht nicht in der Tradition jener Justizfunktionäre die Fotografen noch eigenhändig aus dem Gericht warfen Und so erklärt er seinen Fauxpas erstaunlich offen In Österreich schrieb Wolfgang Fellner der Meinl Skandal avanciere zum Justizskandal Da musste ich reagieren Die Öffentlichkeit habe das Recht über Aktivitäten der Justiz informiert zu werden Hat sie das Wo beginnt die PR des Staates auf Kosten Beschuldigter Beamte Richter zumal sind ja nicht zuletzt deshalb mit Unabhängigkeit Unversetzbarkeit und Unkündbarkeit versorgt weil sie sich eben nicht von Medien treiben lassen sollten Die Verlockung zur Selbstvermarktung ist groß Beamte klettern die Karriereleiter hoch wenn sie sich in Medien als bissige Ermittler gute Krisenmanager oder schillernde Persönlichkeiten inszenieren dürfen Claudia Bandion Ortner ist heute ÖVP Justizministerin Bawag Ankläger Georg Krakow ihr Kabinettschef Franz Lang der die polizeiliche Medienarbeit im Kaprun Fall vorbildlich managte leitet das Bundeskriminalamt Solche Karrieren sind verlockend Auch im Fall der entführten Natascha Kampusch waren es Polizisten die die Journalisten versorgten Gedankenlos führten sie das Mädchen mit einer Decke über dem Kopf auf dem Polizeiposten Deutsch Wagram an den Pressefotografen vorbei Vermutlich taten sie es nicht in böser Absicht sie wollten eben ihren Erfolg sichtbar machen So entstanden genau jene Fotos die die globale Treibjagd nach dem Gesicht unter der Decke anfeuerten Es war wieder der Staat in Gestalt einer medial völlig unerfahrenen Polizistin die im ORF das erste Gespräch mit Kampusch nacherzählte Wieder tauchten Topanwälte und Berater auf die dann die Medien weiter bedienten Einen Unterschied zwischen Amstetten und Kampusch gibt es Anders als der Anwalt von Josef F verweigern sich die Anwälte seiner Familie dem Showgegengeschäft Die auf Opferrechte spezialisierte Anwältin der F s Eva Plaz gewährt Journalisten ausnahmslos kein Interview Sie weiß dass Medien in diesem Fall nicht kontrollieren sondern Macht über die Geschichten der Opfer und somit ihr Leben erlangen wollen Genau das aber ist nicht Sinn der Öffentlichkeit im Strafprozess Deshalb schreien die heimischen Zustände nach einer Reform des Medienrechts nach einem Presserat nach höheren Entschädigungszahlungen für hemmungslose Medien und nach einer kritischen Überprüfung jener Medienerlässe die Polizisten das Sprechen erlauben So ein Reformweg steckt voller Tretminen Schon entdecken nicht nur Opferschützer sondern auch konservative Kräfte ihre Lust der gesamten Presse Fesseln anzulegen Ein Interview von ÖVP Justizministerin Bandion Ortner im Kurier irritiert in diesem Zusammenhang Es ist mehr als hinderlich sagte sie wenn Akten aus Vorverfahren veröffentlicht werden oder Geschworene Zeugenaussagen in der Zeitung

    Original URL path: http://www.florianklenk.com/2009/03/11/im-namen-der-show/trackback/index.html (2016-02-11)
    Open archived version from archive