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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    vor Mit seinen Bildern weiß er immmer mehr Illusionen Freiraum zu vermitteln Prämissen für eine Gedankenwelt zu geben immer weiter geht das Experiment im Erleben der Farben zu fliegen das Weite und die Ferne zu suchen den Blick statt nach unten nach vorne und oben zu richten dem Horizont und seinem Geheimnis näher zu kommen Seine Landschaften sind menschenleer weil sie das Menschliche und das Seelenleben eines Menschen spiegeln daher ist der Mensch als Ausdrucksmittel eingebunden und mystisch die bildhafte Existenz ist unbedeutend Sinwels Landschaften haben keinen Realitätsbezug und wenn etwas Menschenhaftes auftauchen sollte so wird es gleichsam malerisch wieder verleugnet Mauern Gebäude scheinen unzerstörbar die Landschaft hingegen ist in steter Veränderung sie kann auch zerstört werden Insofern sind diese Bilder Symbole für die Vernichtung der Welt für die Zerstörung der Landschaft durch den auf Irdische bezogenen Menschen der sich die Erde skrupellos untertan macht und gemacht hat Zeichen für die Eingriffe in die Natur in deren Ablauf sich der Mensch gezielt und doch ziellos einmischt und in die er verantwortungslos eingreift Sinwel zeigt uns auf eine sehr geheimnisvolle Weise die verschrammte lädierte und geschundene Natur oft kann sie kaum mehr atmen Die Flucht nach oben in die sphärischen Gefilde in das Nebulöse Endgültige ist ein grund legendes Element im Werk des sehr empfind lichen und sensiblen Künstlers Auch die neuen Landschaften haben wie seine früheren Grabsteinbilder etwas Palimpsesthaftes Er malt seine Bilder schabt das Gemalte ab zerkratzt sie so wie der Mensch die Natur Immer aufs neue werden die Blätter beschrieben und übermalt Das Palimpsest des Altertums tritt hier bei einem Künstler unserer Zeit wieder voll zutage Während des Malens überlegt er revidiert seine Gefühle verändert seine Gedanken nichts ist ewig gültig und dennoch scheint es aus den Bildern zu sprechen gibt es das ewig Geltende Es darf nicht aufgegeben werden der Kampf ist oft sinnlos dennoch spricht hier die Hoffnung die Zuversicht aber auch Zweifel und Liebe zur Welt in der der Mensch nur vorübergehend zu Gast ist Sinwel erzeichnet sich die Stille die Atmosphäre das magische in der Welt Das Sein und der Tod sind nur zu erahnen wenn man seine Bilder lange Zeit betrachtet Sie sind meditativ und aufwühlend zugleich sie vermögen uns zu tiefen Gedanken zu bringen zu verborgenen Gefühlen und Ahnungen Man muß an verwitterte und verblaßte Fresken denken die der Zerstörung bereit anheim gefallen sind und auf denen man das Thema nur mehr vermuten kann Figurales ist kaum noch schemenhaft vorhanden und nur mit der Phantasie nachzuvollziehen Das macht die Bilder so geheimnisvoll und läßt sie zu Symbolen unserer Zeit werden in der vieles schon im Nebel der menschlichen Gedanken verkommen und vergessen ist vieles was früher elementare Bedeutung hatte kann heute nicht mehr erfühlt werden Sie zeugen vom Verlust der Verinner lichung des Menschen der Demut und Verbundenheit mit der Natur sie berichten vom Verlust der Gefühle den anderen und uns selbst gegenüber Sie lassen die Oberflächlichkeit spüren die in unsere Welt eingezogen ist den Verlust von Aufnahmebereitschaft und der Lust und

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/hansen01.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    Rosei s Entwurf für eine Welt ohne Menschen wieder gelesen In dieser frühen Erzählung des Dichters geschieht nichts als dass ein Wanderer durch eine monotone Landschaft geht vorbei an fremdartigen Pflanzen und Tieren um endlich auf der Spitze eines Berges anzulangen einem Ziel das keines ist weil er von dort wieder nur in leere Weiten blickt Ich erinnere mich gedacht zu haben wie gut das Buch erst hätte sein können wenn kein Wanderer kein Beschreiber mehr nötig und die Welt ohne Menschen damit vollkommen gewesen wäre Aber das hätte auch das Ende der Erzählung bedeutet Und dann sah ich die Bilder Sinwel bezeichnete sie als Flugbilder was mich insgeheim störte weil es wieder den Betrachter einschloss ich aber hatte endlich jene vollkommene Einsamkeit vor mir die ich gesucht und in Rosei s Erzählung nicht gefunden hatte Ein Flugreise nach Südafrika hat Wolfgang Sinwel zu seinen Landschaften inspiriert der Blick auf eine Welt die durch die nicht nur räumlich verstandene Entfernung ent und verfremdet wenn nicht entrückt worden war Wenn Sinwel schon seine damaligen Bilder als zeitgemäße Art Landschaften zu malen verstanden hat war ihm wohl noch nicht bewusst wie recht er hatte nicht im technischen aber im metaphysischen Sinn Je mehr er sich mit nun immer abstrakter gesehenen Geografien auseinandersetzte umso weniger malte er Strukturen der Landschaft so der Titel einer seiner Ausstellungen umso mehr malte er Zustände Die Bilder die ich zu Gesicht bekam hatten sich bereits auf grüne braune olivfarbene Flächen reduziert feinste Strukturen die durch seine Technik des Übereinanderlegens mehrerer Farbschichten und anschließenden Abschleifens entstanden waren von zarten scheinbar wirr durcheinander laufenden linien gekreuzt wie die geheimnisvollen nur vom Flugzeug aus zu erkennenden Spuren im südamerikanischen Urwald von denen man nicht weiß was sie bedeuten ein Zeichen an die Götter oder einfach einen riesigen Nonsens Dann Andeutungen

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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    dort wieder nur in leere Weiten blickt Ich erinnere mich gedacht zu haben wie gut das Buch erst hätte sein können wenn kein Wanderer kein Beschreiber mehr nötig und die Welt ohne Menschen damit vollkommen gewesen wäre Und dann sah ich die Bilder Ich hatte endlich jene vollkommene Einsamkeit vor mir die ich gesucht und in Roseis Erzählung nicht gefunden hatte Einsamkeit Gelassenheit die entrückte die lichte Monotonie Gregorianischer Choräle eine aggressionslose metaphysische Schwere und die Schwerelosigkeit des Könners der im Vordergrund schamlos vorführt wie er es macht und den Betrachter gleichwohl im nächsten Augenblick einsaugt in die sich auftuende Unendlichkeit seiner Pinselstriche das alles steckt in den palimpsesthaften Empfindungslandschaften Sinwels Aber das Abheben das sie ermögliche das Entrinnen und Davonkommen meint gerade nicht die urlaubseuphorische Alltagsflucht des up up and away sondern ein distanziertes nachdenkliches In der Schwebe Sein Sehr schön beschreibt Susanne Lambrecht dieses Übersteigen und Durchbrechen des bloß jet set haften Überfliegens Es gibt wohl keine für unser Zeitalter typischere Ansicht der Erde als den Blick aus dem Flugzeug Gewinnt das Flugzeug an Höhe geht die Realität einzelner Häuser und Straßenzüge optisch verloren Schon nach wenigen Minuten weicht die Übersicht der nächsten Umgebung einem Fernblick der die Landschaft nur noch in groben Zügen erscheinen läßt Diesen Moment wenn sich die Landschaft im Vorder und Mittelgrund weit dahinzieht breitet Sinwel vor dem Betrachter aus Losgelöst von der Erde fast himmelhoch empfindet man sich plötzlich ganz für sich in unbestimmter Höhe hat Raum dem eigenen Handeln und Leben auf der zurückgelassenen Erde nach zudenken Der Erde und uns Erdenwürmern nach denken und zwar im doppelten Wortsinn der Reflexion und des vorweggenommenen Erinnerns und Nachrufens das tun alle drei hier vorgestellten Maler deren Welten vor und nachzeitig archaisch und wahrhaft futuristisch zugleich sind und deshalb den Trendsettern immer unzeitgemäß vorkommen

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/horstmann01.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    Panoramen wie von anderen Planeten die verheissungsvolle Latenz des nie Dagewesenen Augenweiden allemal Das klingt nicht von ungefähr nach Kontemplation nach einem beschaulichen Schweben wie es jene Dunstschleier vorführen die bei Sinwel über die Szenerie driften Auch hier brütet ein Geist über den Wassern und wir sind eingeladen es ihm gleichzutun Uns sattzusehen an dem Frieden der Arglosigkeit der Unschuld der ersten Schöpfungstage diesem wahrhaft paradiesischen Intervall vor dem verhängnisvollen Lasset uns Menschen machen Uns zu erfreuen an der Behutsamkeit und Virtuosität mit der auch diese Welten komponiert sind an der Delikatesse der Lasuren dem unerschöfplichen Nuancenreichtum der Grün Blau und Brauntöne dem Urzeitlicht der Atmosphäre mit dem tanzenden Schimmer noch ungebrochener Versprechungen darin Eingeladen uns selbst zu entrinnen und in makrokosmischen Stilleben zu verlieren die auf vielleicht einem Quadratmeter Malfläche den Eindruck unendlicher Weite zu erzeugen vermögen Was ist das malerische Äquivalent von Sirenenklängen Ich habe keine Antwort dafür aber ich weiß dass Wolfgang Sinwel diese Entsprechung gefunden hat Die Trennungslinie zwischen Himmel und Erde liegt bei ihm immer ganz oben am Bildrand Und wenn sie zusätzlich gekippt ist wie bei einigen neueren Arbeiten radikalisiert sich die Dynamik unseres visuellen Anflugs und Einschwebens zu der einer Notlandung oder sogar trudelnden Abstürzens Der Bildbetrachter startet aber nicht schon gar nicht zu einem Kurzurlaub ins prospektschöne Sinwelanesien er befindet sich vielmehr im Sinkflug auf dem Wege nach unten dringt ein in Gefilde die ihn nie mehr freigeben werden Ein antriebsloses Fluggerät schwingt sich nach dem touch down nicht von selbst wieder in die Lüfte und den Motivationsschub der uns frohgemut zurückkatapultierte in das schleichende Inferno zu Hause und den Weltfraß unserer Hochzivilisation verzehrt und neutralisiert Sinwels Sinn und Sinnenwelt Sinnlich und zutiefst verführerisch erscheint sie in ihrer topografischen Vielfalt den mal melancholisch verdüsterten mal frühlingshaft lichten Stimmungen sinnlich und in der

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/horstmann02.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    der Mensch nur von oben erkennt was aus der Nähe nicht wahrgenommen wird Sinwels Weg strebt nach oben seine Gedanken sind himmelwärts gerichtet Seine zumeist in dezenten Tönen gehaltenen Bilder sind vorbeiziehende verschwommene Landschaften mit klaren transparenten Botschaften Im Lauf des Tages Durchatmen Blickfang In der Strömung verweilen Das weite Land auf das der Betrachter hinunterblickt trägt in sich alles was unseren blauen Planeten ausmacht Tal und Strom Ozean und See sanft gehügelten Wald wie auch mystische Nebelschwaden die sanft verhüllen was darunter liegt Sinnlicher Freiraum Sinwel zelebriert sehnsüchtige Weite in seinen Werken Distanz zu halten ist meine Art Ich genieße meinen Freiraum auch wenn mitunter der Anschein von Verlorenheit aufkommen mag Sinwels Annäherung an seine sogenannten Flugbilder geht von den verschiedensten Perspektiven aus Vielflieger versuchen sich geographisch zu orientieren Piloten versuchen ihre Flughöhe zu bestimmen Historiker wollen zeitliche Zuordnung Soziologen suchen die Bevölkerung Meteorologen sehen die Wetterverhältnisse Romantiker denken an ihr erstes Verliebtsein Melancholiker an das Jenseits und andere Maler fragen sich einfach wie diese Farbschichten in Wolfgang Sinwels Bildern zustande gekommen sind All diese pragmatischen Ansichten bezieht der Künstler in sein Schaffen ein und lebt dabei sein Bedürfnis nach Freiheit aus Trotz intensiver Suche meinerseits bin ich bislang auf keinen Künstler gestoßen der mir diesen bildlichen Freiraum gewährt Also muss ich es selbst tun Der Künstler lotet Schärfe und Unschärfe gegeneinander aus Zart leuchtende Linien der Meeresufer oder dunkel schraffierte Felsengebirge bilden Akzente Lichtflecken kommen und vergehen dunkle Formen verwandeln sich in vorüber ziehende Wolken Wolfgang Sinwels Flugbilder sind Darstellungen transformierter Natur aus der Vogelperspektive Fliegen wie ein Vogel war bereits für den kleinen Wolfgang ein Lebenstraum den er sich heute als Maler mit Pinsel und Farbe erfüllt In seinen Werken wird die tiefe menschliche Sehnsucht nach dem schwerelosen Blick auf die Welt sichtbar Das Bild entsteht im

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/sparber01.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    am horizont die illusion DR BRIGITTE HILZENSAUER jenseitslandschaften PROF ULRICH HORSTMANN der unverwandte blick PROF ULRICH HORSTMANN sinwel s sinn und sinnenwelt PROF ULRICH HORSTMANN fernpass zu sinwel PROF ULRICH HORSTMANN die segnungen des erkaltens JULIA SPARBER der blick von oben schärft die sinne MAXIME ZERKOUT bruch des seins MAXIME ZERKOUT wolfgang sinwel thomas bernhard MAXIME ZERKOUT wolkenspiel E s geht um Tiefe Verinnerlichte Erde Urmutter die alle Helden die alle Kinder empfängt Sie spricht flüstert ruft sanft und bereinigt all das was in einem jeden verloren geht Die Freiheit kommt behutsam aus dem Tod selbst aus dem noch warmen Leichnam der verstorbenen Seele Ein unaussprechliches Gefühl mehr als Zärtlichkeit ist zerbrechlich aus dem Abgrund dem Aufenthaltsort der Toten dem triumphierenden Hades emporgestiegen Vorwärts Pferd hinien in das Verderben in das nicht mehr seiende Dasein Begeistertes Herz hinschmelzend unter dem Stachel des Nichts dem es gelingt unter größtem Schmerz in der Zeit zurückzugehen und die Ordnung entschwundener Dinge umzuwälzen Unvorstellbarer grandioser Bruch des Seins um dem drohenden Nichts zu entwischen So ist Zerissenheit einer Zeitspanne einer dargestellen Welt heftig doch seltsamerweise schützend geworden Freiheit sorgenvolle Freiheit für Chronos weidende Herde Die vor uns der sich unsere Arme entgegenstrecken Hinter uns

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/zerkout01.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    uns gegenwärtig ist einem unglaublichen Krebsgeschwür das unser Ungenügen bedeutet ein Ungenügen das in uns eine konstant schmerzliche Kraft erzeugt welche uns an den Abgrund drängt und somit unser Drama darstellt Bei der derzeitigen Unruhe bei den erschütternden Vertuschungen unserer Zeit gibt es nichts anderes mehr zu sehen Leider gibt es heute nichts mehr zu entscheiden keine Perspektive mehr die uns erlaubt unser Übel richtig abzuschätzen Die Kirche faselt die Wissenschaft ist eigentliche ein Maulwurf der im Dunkel arbeitet im Umfeld de Ratlosigkeit die Politik ist eine Infektion ein verbrecherisches Geschäft eine Vereinigung von Übeltätern Das zivile Leben ist entwertet freigegeben um versetzt zu werden es gibt kein öffentliches Bewußtsein mehr es ist zur Banalität geworden darüber zu reden Die Presse die zur Zeit die Rolle des öffentlichen Bewußtseins einnimmt ist nicht mehr als eine Tänzerin die nach Belieben zur momentanen Musik tänzelt zur Musik eines Instruments das eher Lärm erzeugt Die Vorstellung der Hölle läßt einen heute lachen bei all diesen Ausbeutungen an denen sie profitiert Wir sind nicht auf dem Weg in den Abgrund wir besiedeln ihn bereits Wir sind auf Sommerfrische auf einem Gletscher der im Begriff ist zu schmelzen auf einem Abhang wo schon der Sturm die Lawine wütet Unsere Zeitungen sind garden parties mit dem Teufel doch wir merken nichts davon Man muß lachen Wie Thomas Bernhard muß man lachen und tadeln darf nicht aufhören den Mißstand dieser Welt beim Namen zu nennen und aufzudecken den Mißstand der darin besteht zu glauben und glauben zu lassen daß diese Welt akzeptabel sei daß dies möglich sei Doch bei Kritik wissen wir wohin sie führt ihr Ziel zu dem sie führt ist klar Sie treibt entweder in den Wahnsinn in die Isolation oder in die Gefangenschaft wenn nicht gar in die direkte und einfache Zerstörung In Wirklichkeit

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/zerkout02.html (2016-02-11)
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  • WOLFGANG    S I N W E L ,   Wien - Malerei   
    bis zu diesem Zeitpunkt der Begriff einer anderen Welt seiner Arbeit verhaftet war war man doch versucht sie für unsere eigene Welt zu halten versunken in ihrer langen Vergangenheit Ab diesem Zeitpunkt wird der Künstler konkreter emotionsloser technischer In dieser Entwicklungsstufe erhält sein Oeuvre eine musikalische symphonische Struktur keine gewaltsamen Brüche aber ein feines Netz sensisbler Modulationen Diese könnten ebenso von einem langsamen fast endlos dauernden Landevorgang herrühren vom Erreichen einer prächtigen Welt begriffen und dargestellt als fortschreitende Aufklärung über das Sein als ein Werk das im Rhytmus eines Planeten tanzt als Umarmung als innige Umschlingung desselben So wie das Raumschiff im Film Odyssee 2001 von den Klängen des Donauwalzers begleitet wird scheint jede einzelne Arbeit Sinwels von Musik erfüllt zu sein Von einer Musik der Sterne wäre man versucht zu sagen hätte man nicht den menschlichen Blick auf die eigene Welt vor Augen Und dieser Blick beinhaltet alles Der Alltag aber mit dem wir ständig konfrontiert sind ertränkt beste Gegenmaßnahmen in Zweifel und Pessimismus Und man richtet den Blick vergeblich gegen den vielversprechenden schwach bedeckten Horizont Dies ist die Welt die uns Sinwel vor Augen führt eine unberührte Welt die endlich beruhigt ihre gütige Führung gefunden hat Sie löst in uns Ruhe aus Sanftheit und eine Feierlichkeit die Einen beim Ertönen des Te Deums in einer Kathedrale erfasst So also heilt der Blick Sinwels die Welt er stellt sie in ihrer ursprünglichen Ganzheit wieder her Zu einem Zeitpunkt da auf der Erde alles blockiert und ohne Perspektive erscheint beschreibt er eine Welt frei und luftig Eine jüngere Arbeit Wolkenspiel 1995 datiert zeigt in bemerkenswerter Art die Tragweite eines solchen Raumes A priori handelt es sich um nichts anderes als einen Blick der aus einem Flugzeugfenster auf ein Wolkenmeer gerichtet ist Aber dem Künstler gelingt es der Arbeit einen unaussprechlichen

    Original URL path: http://www.sinwel.com/inhalt/kommentare/zerkout03.html (2016-02-11)
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