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  • T.A.01793  Environment in der Künstlerhaus Hausgalerie, Wien
    Vergoldungstechnik Sie läßt sich mit harten glatten Instrumenten polieren und kommt dadurch der Erscheinung des massiven polierten Metalls am nächsten Das Poliment täuscht den Rezipienten Es ist keine Farbe sondern Medium Poliment erfüllt seinen Zweck als Grundlage zur Vergoldung Durch das Weglassen des Blattgoldes entstehen Flächen die potentiell auf ihre Vergoldung warten Der Vergoldungsprozess findet in der Phantasie des Rezipienten statt Das Poliment wird zu einem imaginären Spiegel Das Poliment Motiv zeigt den Schlitz der Stempeluhr aus der Vogelperspektive Polimentstreifen Polimentschlitze Stechuhrschlitze Sehschlitze Spiegelschlitze Zeitschlitze Das Ende des Weges wird zum Anfang Der immaterielle Spiegel bringt die am Anfang des Weges unter dem Gold verborgene Wahrheit in das Bewußtsein Auf dem Rückweg wird der Rezipient das Handschuhbündel fokusieren und dann ein zweites Mal vor der Goldschwelle stehen Links und rechts vom Durchgang hängen die Legenden zu den Bildinhalten unter dem Gold Diese Bildinhalte beziehen sich in komplexer Weise auf Gold in menschlicher künstlerischer religiöser materieller transzendenter Hinsicht auf mit Gold zeitlich verbundenen Zusammenhängen Gold kann blenden Goldene Bilder Inhalte können lügen Goldschwelle mit Bildinhalten Stempeluhr Erdiger Weg Stempelkarte Nr 6 Stempelkarte Nr 7 Stempelkarte Nr 8 Stempelkarte Nr 9 Stempelkarte Nr 10 Stempelkarte Nr 1 Stempelkarte Nr 2 Stempelkarte Nr 3 Stempelkarte Nr 4 Stempelkarte Nr 5 Unter dem Kuppeldach der Hagia Sophia Grösster Raub und Umschmelzpozess von Goldenem Kulturgut beim 4 Kreuzzug am 12 4 1204 Hand mit 4 1 Golddukaten Teil 1 des 10 Transformators 2 komplexer Teil aus Elementen der voran gegangen Handlungen erfolgte in Form einer Eprouvette 10 Transformator 23 4 1993 ISTANBUL Galatabrücke Erde von Hagia Sophia und Üsküdar Russischer Matrose Oberkiefer mit Goldzähnen Kurz vor der Handlung am 23 4 1993 33 ROT 33 BLAU Zeit Hand nach der Versenkung des 10 Tr auf der Galatabrücke um 19 07 Blickrichtung von Europa nach Asien Üsküdar Chrysopolis Goldstadt Marslandschaft Chryse Planitia Die Ebene des Goldes 1 Foto von der Marsoberfläche Viking 1 20 7 1976 Elektronenmikroskopische Aufnahme von Elektroden Im Kreuzungspunkt ein regulierbarer Quantenpunkt Spektrum der Wissenschaft 3 93 9 Transformator 27 11 1992 STEYR Heimaterde Portrait Johannes Angerbauer 1962 14 4 1958 Bäume im Schloßpark von Steyr Stimmung am Schloßparkteich 3 Station der T A 01593 Schädelberg von Stalinopfern Gefunden in einem Massengrab im Uralgebirge In einer ehemaligen Goldmine KZ Opfer Aus der Dokumentation Der Gelbe Stern 8 Transformator 27 3 1992 TOPLITZSEE Ufererde Portrait Unbekanntes KZ Opfer Aus der Dokumentation Der Gelbe Stern Strassenwaschender Jude Wien Albertinaplatz ZAHN GOLD ZEIT GOLD 25 5 1990 Goldener Revolver Präzision in Gold Schmuckfabrik Werbung Genf 1982 Magie und Zeit Ausdruck einer unvergänglichen Verbindung Rolex von Wagner Werbung 1992 7 Transformator 27 3 1991 STEYR Wasser Portrait Paul Hartmann Gustav Gründgens in Faust 1954 Käthe Gold als Margarete in Gründgens Faust Margarete Brand 1772 von holländischen Goldschmiedegeselle gescwängert inspirierte Göthe ÖGUSSA Quecksilber Behälter 500 Gramm Reinheit 999 9 Warnung Gift Gefahr kummulativer Wirkung beim Einatmen C E R N Aus J L Byars Katalog paris 1983 6 Transformator 27 9 1991 LAVA Wird nicht stationiert Portrait James

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  • Kunstaktion "Zahn-Gold-Zeit-Gold" Wien Albertinaplatz  - 25.05.1990
    des goldenen Kelchs Ich empfand ein Gefühl der Zärtlichkeit beim Einmassieren des Goldes dessen Aura der Macht mich vor Störungen schützte Der Gedemütigte schien zu lächeln namenloses Leid 3 goldene Sterne im 3 fachen Kelch ACTION TOOTH GOLD TIME GOLD Gold attack Vienna Albertinaplatz May 25th 1990 10 33 a m 9 stones from T A 02b89 one of them missing connected the polarizing 4 and produced an energetic field of pain The crossing point of the lemniscata was located over the centre of the golden chalice Rubbing in the gold I had a feeling of tenderness and the gold s aura of power protected me from disturbance The humble seemed to smile nameless pain 3 golden stars inside of the 3 fold chalice ACTION DENT OR TEMPS OR Attaque d or Vienne Albertinaplatz 25 mai 1990 10 heures 33 9 pierres de T A 02b89 dont en manquait une reliaient la 4 polarisante et creaient un champs d energie de la souffrance Le point d intersection de la lemniscate se trouvait au dessus du centre du calice dore Je ressentais une sensation de tendresse pendant que j appliquais et massais cet or dont le pouvoir repandait une aura qui

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  • T.A.0189 - 1. Handlung im Werkzyklus von Johannes Angerbauer
    T A 0189 Tellaura Anachtonismos 1 Handlung ORT A OÖ Enns Notariat Dr Hermann Schneeweiß ZEIT 4 März 1989 ART Performance Synergieobjekt Zum Protokoll der Performance Zur Fotodokumentation in Arbeit

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  • "AURUM SACRUM"  (Angerbauer) Goldhoff 1987
    sieht es aus wie reines Gold Als das Gold aus den Nilsanden nicht mehr ausreicht schickt Königin HATSCHEPSUT Handelsexpeditionen in das sagenhafte Goldland Punt Das Berggold wird nun mit Hilfe von Sklaven unter Tage gewonnen Südamerika ca 2000 v Chr Die Herrscher und hohen Beamten des Hofes müssen ihre göttliche Abstammung unter Beweis stellen Das funktioniert am besten mit dem sonnengleichen Metall Einen Handelswert besitzt Gold nicht Auch in Südamerika ist es nicht leicht Gold zu gewinnen Den Metallschmelzern gelingt es das Edelmetall aus Silber und Kupfer Legierungen an der Oberfläche durch Herausätzen der anderen Metalle anzureichern die Technik des Tumbaga ist erfunden Als die Spanier das Land erobern wird ihnen erzählt dass der Herrscher der Muisca Indianer erst als König anerkannt ist wenn er ganz mit Gold eingepudert in einen See steigt und goldene Opfergaben versenkt So entsteht die Legende vom unermesslich reichen Goldland El Dorado Naher Osten zwischen 1900 und 1500 v Chr AARON lässt alles Gold des jüdischen Volkes einsammeln und zu einem Stier umschmelzen Man hat ihn gedrängt ein Götzenbild zu schaffen das verehrt werden kann Als MOSES mit den Gesetzestafeln vom Berg Sinai zurückkommt ist er wütend Er lässt den goldenen Stier zertrümmern pulverisieren und mit Wasser mischen Das Volk muss dieses Wasser trinken Er verkündet dass es nur einen Gott gibt Gott hat ihm aufgegeben welche Gebote einzuhalten sind Alle Geräte zur Verehrung Gottes sollen aus purem Gold angefertigt werden Die Bundeslade soll innen und außen vollkommen vergoldet werden Die Steintafeln mit den Geboten Gottes lässt er in die Bundeslade legen Sardes Lydien 334 v Chr Spätestens mit der Erfindung des Münzgeldes im klassischen Griechenland ist Gold profan geworden ALEXANDER besiegt die Perser und zieht mit seinem Heer in Sardes ein Um seine Soldaten zu bezahlen lässt er alles Gold einsammeln und an seine Kämpfer verteilen Das macht Geschichte Immer wieder werden goldene Kunstwerke und goldener Schmuck eingesammelt und umgeschmolzen bis zur ultimativen Aufforderung des Deutschen Kaiserhauses im Jahre 1813 alles private Gold zur Finanzierung des Frankreichfeldzuges abzugeben 1916 längst tobt der Zweite Weltkrieg heißt es wieder Gold gab ich zur Wehr Eisen nahm ich zur Ehr Nordindien 4 Jahrhundert v Chr Gold steht seit Jahrtausenden für Licht und Erleuchtung Die Heiligen Schriften des Buddhismus werden mit Goldtinte geschrieben Das Lehrgedicht Sutra vom Goldenen Licht sagt dass die Körperfarbe des BUDDHA reines Gold ist Reliquien des BUDDHA werden in goldenen Schreinen laufbewahrt Buddhastatuen und Bilder werden aus Gold gefertigt Blattgold ist eine beliebte Opfergabe Rom 258 n Chr LAURENTIUS übernimmt das Amt des Verwalters der Schätze der jungen christlichen Kirche CHRISTUS ist der neue König Und dem König gebührt Gold Das ist dem römischen Kaiser VALERIAN zu Ohren gekommen Er ist der Kaiser und dem Kaiser gebührt die Verehrung Er lässt LAURENTIUS zu sich kommen und befiehlt ihm die Kircheschätze abzuliefern LAURENTIUS bittet um Aufschub VALERIAN gewährt ihm drei Tage Bis dahin hat LAURENTIUS alle Schätze unter den Gemeindemitgliedern aufgeteilt Das hilft ihm jedoch nicht VALERIAN befiehlt LAURENTIUS zu ermorden Die frühen Kirchenväter warnen

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  • Social Gold Letter  05/2015
    Event Ich will dass es den Life Ball bald nicht mehr geben muss weil wir HIV besiegt haben Diesem Ziel Gery Keszlers will der Steyrer Konzeptkünstler Johannes Angerbauer Goldhoff mit seinem Beitrag zum Charity Event am 16 Mai einen möglichst großen Schritt näher kommen 60 Prozent des Erlöses aus dem Verkauf der Objekte die während des Life Balls von den BesucherInnen mit gestaltet aus seiner Bodeninstallation Social Gold Carpet entstehen gehen an AIDS LIFE Der seit 1989 mit seinem Erweiterten Goldbegriff arbeitende Künstler thematisiert die Ambivalenz des Goldes in der Geschichte und zeigt dadurch menschliches Leid auf das er mit sozialen Anteilen am Verkaufserlös seiner Werke konkret lindert Für den Life Ball installiert er im Arkadenhof des Wiener Rathauses vier Bodengold Felder aus insgesamt 256 rot marmorierten Linoleum Bodenfliesen mit einer Auflage aus 23 karätigem Blattgold Die Goldschicht wird von den Life Ball BesucherInnen mit Füßen getreten und dadurch poliert abgerieben und verteilt Dabei entstehen 30 mal 30 Zentimeter große rot und golden schimmernde Meditationsobjekte die einzeln als Partnerobjekte oder im Verbund zu größeren Quadraten oder Rechtecken als reine Life Ball Relikte ohne weitere Zutat oder verglast und edel gerahmt als Fine Art Wandobjekte erworben werden können Kunst zu kaufen und damit die zahlreichen Projekte von AIDS LIFE im Kampf gegen den HI Virus zu unterstützen ist für jede Brieftasche möglich Schon ab 500 Euro davon 300 Euro Social Gold Anteil sind die Objekte schon vor dem Life Ball in Subskription erhältlich SubskribentInnen nehmen bereits am Gestaltungsprozess der Objekte teil egal ob sie nur eines oder mehrere gekauft haben oder ihr e Objekt e als Life Ball Besucher selbst mit gestalten Die Subskription ist noch bis 16 Mai über die Internetseiten www socialgold com und www socialgoldcarpet com möglich Die Präsentation der Objekte in der Galerie Gans Kirchberggasse 4 1070

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  • Social Gold Letter  04/2015
    die ebenso wie von Faszination und Wertschätzung bis hin zu religiöser Verehrung reicht auch seit jeher von Leiden und Tod geprägt ist mit denen Gier und Menschenverachtung von der ru cksichtlosen Ausbeutung der Minen und ihrer Arbeiter u ber Krieg und Eroberung bis zum Gold aus den Konzentrationslagern das edle Metall untrennbar verbunden haben Eine Geschichte die seit fast 27 Jahren die Arbeit des gelernten Goldschmieds und akademischen Bildhauers bestimmt und ihn mit Ausstellungen Installationen Performances und Projekten im öffentlichen Raum durch halb Europa in die USA und bis Su dfrika und Australien gefu hrt hat Gold im Spannungsfeld zwischen dem Geldgold von Macht und Besitz und dem Gelbgold reiner Farbe und Form in denen es spirituelle Bezu ge entfaltet ist dabei das Medium die menschliche Existenz zwischen Hinfälligkeit und Transzendenz der Sinn und der Mittelpunkt Zuerst kommt der Mensch wenn man Gold sieht oder Gold hört Beim Life Ball am 16 Mai 2015 wird der Red Carpet an vier besonderen Orten des Arkadenhofs im Wiener Rathaus zum Social Gold Carpet der wie alle Arbeiten Angerbauer Goldhoffs sein soziales Anliegen nicht nur ins Bewusstsein ruft sondern auch konkret und materiell in die Tat umsetzt Die Installation gebildet aus 256 mit 23 karätigem Blattgold vergoldeten Bodenfliesen aus dem Naturmaterial Linoleum wird von den Life Ball Besuchern u berschritten betreten betanzt und dadurch bearbeitet das Gold wird mit Fu ß en getreten poliert abgerieben und verteilt jeder Life Ball Gast wird zum Mitgestalter eines kollektiven Werks das damit aber noch nicht vollendet ist Seine volle Bestimmung als soziales Kunstwerk erreicht es erst durch den Verkauf der Relikte dessen Erlös das Social Gold zu 60 Prozent als Spende an den Life Ball geht Nach dem Ball wird der Social Gold Carpet wieder in die urspru nglichen Bodenfliesen zerlegt die einzeln oder als Verbund

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  • Material-Präferenz im Vergleich mit Yves Klein
    bereits schon früher bekannt Er hatte dieses Photo von Klein und Dino Buzzati verfremdet und als Bildinhalt bereits in seinen Minenfeldern 1 2 und 3 verwendet Inspiriert von Kleins Denkweise der Idee der Immaterialisierung des Goldes tauchte Angerbauer in Kleins Materie ein und seine T A 04296 die Stationierung seines 15 Transformators wurde zu einer Hommage an Yves Klein Klein sieht lediglich die Farbe als vermittelndes Element menschlicher Erlebnis und Wahrnehmungserweiterung In seinen monochromen Bildern geht es ihm um die Erweiterung der menschlichen Erfahrungen auf immaterieller Ebene Erstmalig wurde so von dem Rezipienten eine derartige Beschränkung seiner Sehgewohnheiten und ein absolut ergriffenes sinnliches Einlassen auf das Bild gefordert Die Werke wirken wie Meditationsobjekte die psychisch auf den Betrachter einwirken Er wird in einen Bildzustand versetzt Es geht nicht mehr darum Farbe zu sehen sondern sie wahrzunehmen 129 Am Beispiel Kleins blauer Monochromien zeigt sich dies am deutlichsten Blau bedeutet für Klein das Undefinierbare und die Unendlichkeit des Raumes Es befindet sich außerhalb der Dimension deren die anderen Farben teilhaftig sind Sie sind psychologische Räume Rot zum Beispiel meint Feuer das Hitze ausstrahlt Farben führen zu Assoziationen mit konkreten materiellen faßbaren Ideen während Blau vor allem anderen an das Meer und den Himmel erinnert die abstraktesten Aspekte der faßbaren und sichtbaren Natur 130 Klein erhielt zu seinem 30 Geburtstag das Buch L air et les songes Essai sur l imagination du movement von Gaston Bachelard das als theoretische Schrift Kleins Gedanken verdeutlicht Zeitgenössische Literaten wie Mallarmè Claudel und Zola empfanden das gleiche kosmische Gefühl wie Klein gegenüber der Farbe Blau Sie verdeutlichten daß das Wort Blau etwas bedeutet aber nichts zeigt 131 Steigert man sich als Rezipient in die Farbe Blau hinein so ist man physisch ergriffen Deshalb ermögliche die Farbe Blau reines Gefühl und reines Sehen Es ist ein Reich

    Original URL path: http://www.ta-art.com/D/texte/magisterarbeit/6-0-material-praeferenz-vergleich-yves-klein.html (2016-02-08)
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  • Das soziale Kunstwerk Angerbauers im Vergleich mit Joseph Beuys
    von den Bienen entnommen in ihren Waben zu Wachs verarbeitet und in flüssigen Honig verwandelt dient in dieser Endform wieder als lebensspendende Energie Honig 114 Die verwendeten Materialien weisen auf bestimmte Zustände und Wahrnehmungen des menschlichen Geistes und Seins hin Jeder Mensch ist ein Künstler Dieser viel zitierte und oft mißverstandene Satz ist im Zusammenhang mit dem Erweiterten Kunstbegriff zu sehen der den Hintergrund von Beuys Gesamtwerk bildet Nur durch diese beiden Begriffsbildungen sind seine sozialen Aktivitäten zu verstehen Mit dieser neuen Begriffsprägung hat keine künstlerische Stilerneuerung sondern vielmehr eine übergreifende Sinnrevolution stattgefunden Beuys beabsichtigte eine Bewußtseinserweiterung Er wollte einen Bewußtseinsprozeß in Gang bringen der den Betrachter aus eigener Kraft in die Ideenzusammenhänge eines grundlegend neuen Weltverständnisses hineinführt 115 Beuys äußerte selbst über den Erkenntniswert von Kunstwerken Kunst ist nicht dazu da daß man Erlebnisse auf direktem Weg gewinnt sondern vertiefte Erkenntnisse über das Erleben herstellt 116 Der Mensch steht nun im Mittelpunkt aller Überlegungen Beuys sieht als Ursache der globalen Weltproblematik die Mangelhaftigkeit der menschlichen Kreativität die er als erweiterungsfähig und bedürftig ansieht Dabei sieht er die Kunst als eng mit der Erkenntniskraft zusammenhängend Der Gedanke ist das erste Produkt menschlicher Kreativität 117 So wie Angerbauer die Forderung an seinen Rezipienten stellt daß dieser als denkender fühlender und erlebender Mensch sich in sein Kunstumfeld integriert so läßt sich auch im Werk Beuys eine Bewußtseinswandlung und Bewußtseinserweiterung nachvollziehen ein bewußtes gedankliches Durchdringen von Mensch und Welt mit größter Präzision 118 Beuys sieht den gesamtgesellschaftlichen Bereich die Wirtschaft die Ökologie und die soziale Problematik als das Thema der Kunst an Somit wird der Arbeitsprozeß in die Öffentlichkeit getragen Kunst und Künstler ändern nun ihre Rolle Die Kunst ist nicht mehr individuelle Werkkunst 119 sondern Interventionskunst 120 Diese Forderung nach Öffentlichkeit geht einher mit dem Ruf nach neuen künstlerischen Inhalten Formen ästhetischen

    Original URL path: http://www.ta-art.com/D/texte/magisterarbeit/5-0-werk-vergleich-joseph-beuys.html (2016-02-08)
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