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  • Internet Tagebuch - Dokumentation
    wird aber desto mehr direkt unverblümt und in starken Bildern angesprochen wird Die einzelnen Prozeßdokumentationen zu Angerbauers T A Handlungen stellten seit 1995 eine wesentliche erweiternde Informationsebene und einen festen Bestandteil des Werks an sich dar 95 Angerbauers Prozeßdokumentationen sind dem interessierten Betrachter seit 1997 im Internet zugänglich Man erfährt wie der Künstler seine eigenen Exponate sieht und welche Wirkungen er beim Betrachter bzw Interaktionspartner hervorrufen möchte Diese Dokumentation zeigt einen direkten Zugang zu seinem Selbstverständnis und wie er seine Kunst verstanden wissen möchte Dabei bewegt er sich auf der Ebene der heutigen Aktionskünstler Am 15 Oktober 1998 entschied sich Angerbauer zusätzlich für eine noch umfassendere Wegdokumentation im Internet in Form eines InternetTagebuchs Diese Idee eines Internetprojekts entstand im Zusammenhang mit dem Ablauf der T A 05098 Kristalltag Mit dem Thema der 50 Handlung der Reichskristallnacht traten die den Holocaust begleitende Propaganda menschliches Leid und elementares Gold als Transportmedium in Angerbauers Weg ein und manifestierten sich im InternetTagebuch 96 Das Internet dient hier als polarisierender Träger von zwei Bedeutungsweisen nämlich von intimer Privatheit und globaler Information Das Niederschreiben von persönlichen Gedanken Ideen und Ereignissen korrespondiert mit der Öffentlichkeit im Internet Ein InternetTagebuch vereint so bereits in seinem Begriff ambivalente Eigenschaften

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  • Werkbeschreibung Kunstaktion "Kristalltag"
    Mahnung für Toleranz und Besinnung dienen soll 101 Die weiteren sechzehn Stationen werden der Prozeß und Photodokumentation 102 der T A 05098 Kristalltag entnommen Abb 43 Aktuelle Fluchtspuren aus Wien Bosnien Kosovo Iran Sowjetunion Irak Iran Libanon Tschechoslowakei und Rumänien jüdische islamische christliche und orthodoxe Spuren verbinden sich im Gold Sie verschmelzen und wandeln sich zu einem in Gold verdichteten Spiegel der Zeit 103 Nach den gespendeten Spuren wurde die Sicherheitsglascheibe mit einer zweiten zusammengefügt Die aktuellen Fluchtspuren sind im goldenen Kern konserviert Im Sicherheitsglas herrscht produktionsbedingte Spannung Bildinhalt und Gold reflektieren diese Spannung nach außen 104 Am 9 November 1998 erfolgte der nächste Schritt in einer privaten Wohnung 105 im Kreise weniger Menschen die mit dem historischen Geschehen in Beziehung stehen Angerbauer schlug mit einem Hammer auf die obere Verbundsicherheitsscheibe Abb 44 so daß diese Scheibe mit einem Knall zerbarst Die Spannung wurde gelöst und die sich vernetzenden Bruchlinien ließen ein sechzig sekundenlanges 106 knisterndes Geräusch hören das mit Mikrophonen für den weiteren künstlerischen Vorgang aufgenommen wurde Abb 45 und Abb 46 Die vom Hammereinschlag ausgehenden feinen Bruchlinien und Risse verbanden sich im Werk mit den menschlichen Spuren Im Gegensatz dazu zentrierten sich diese menschlichen Spuren gleichzeitig im Hammereinschlag Für Angerbauer steht der Schlag stellvertretend für die Schicksalsschläge aller Vertriebenen während der Knall des zerborstenen Glases die Schüsse des Attentats mit dem Klirren der Glasscheiben in der Reichskristallnacht vereint Das Spannungsverhältnis im Werk überschreitet die Grenze des Aktionsortes Die Privatsphäre der Wohnung und die Teilnahme eines kleinen zugelassenen Personenkreises steht im Gegensatz zu der Öffentlichkeit im Internet und der globalen Bedeutung des Themas 107 Am 10 November 1938 um 5 Uhr früh sollten die Ausschreitungen nach dem Willen der NS Machthaber abgeschlossen sein Am 10 November 1998 um 5 Uhr früh wurde der Knall der zerborstenen Verbundsicherheitsglasscheibe als eigentliches Kunstwerk in Form einer Audiodatei 108 ins Netz gestellt Diese Datei kann und soll sich von hier durch die dem Internet typische Entladungsmöglichkeit verbreiten Sie soll ihren Platz auf den Homepages der Welt finden als ein positives Propaganda Symbol des Niemals wieder im Kleinen wie im Großen Der Titel Kristalltag steht für das das vergangene Dunkel der Nacht vertreibende goldene Licht der Zukunft 109 Nach der Aktion erhielt das Werk am 19 November 1998 im FAZAT 110 in Steyr einen besonders ausgewählten Platz im Gebäude an einem Pfeiler der den Schlotsockel des Museums bildet Das Werk in dem sich die Leidenswege aktuell Vertriebener manifestieren soll sich nicht nur digital durch das Internet sondern auch räumlich global über die Sphäre entladen Die künstlerischen Mittel und die Idee des historisch bedeutungsschweren Themas in eine Internet Kunstaktion zu integrieren stehen in einer starken Spannung zueinander Die Polarität der Inhalte wechselt sich mit der Leichtigkeit der künstlerischen Umsetzung wie sie sich aus der Sicht der Rezipienten darstellt ab Der Prozeß dieser künstlerischen Umsetzung erscheint jedoch nur dem Rezipienten als leicht der das fertige Produkt bestaunen oder verbal angreifen kann Der Gestaltungsprozeß war für den Künstler ein technisch sehr aufwendiger und emotional tiefgreifender Weg Trotzdem

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  • Von 1959 bis 1961 erweiterte Klein seine monochromen Werke um die Qualität Gold.
    bzw faszinieren Bei Angerbauers Werk dagegen gilt als wichtigster Ausgangspunkt diese Bewußtseinsstufe zu überwinden um nicht der Blendung des Goldes zu erliegen So wie Klein von seinen Farben erfaßt war und diese Ergriffenheit in seinem Werk Ausgangspunkt ist so war er auch von dem goldenen Material verständlicherweise ergriffen Und dann das Gold Diese Blätter die beim leisesten Windhauch von dem flachen Kissen davonflogen Welch eine Materie In jenem Jahr bei

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  • Vergleich der Monogold-Tafeln Kleins mit den goldenen Bodenfeldern Angerbauers
    Wirkungsweise beider Werke indem sie als Meditations Tafeln bzw Meditationsfelder angesehen werden können Bei längerer Betrachtung wird der Rezipient durch die Darstellungsweise in beiden Werken zur Ruhe finden Während Klein seiner Monochromie treu bleibt und der Bildinhalt aus einer reinen monochromen Atmosphäre besteht Abb 48 so finden die Bildinhalte bei Angerbauer in einem geisteswissenschaftlichen und kunsthistorischen Kontext zueinander den es aufzudecken gilt Kleins Idee ist die immaterielle und malerische Sensibilität aufzuspüren Seine Monogold Tafeln können als Felder der Sensibilität interpretiert werden mit denen er die Qualität des Goldes als zeitloses und universelles Zeichen von Reinheit und Fülle vermitteln möchte dessen Wert materielle Gesichtspunkte transzendiert Klein stellt von Anbeginn in ergreifender goldener Atmosphäre die Reinheit dieses Materials dar während bei Angerbauer das Gold zu Beginn den unreinen Aspekt in sich trägt und erst noch einen Prozeß durchlaufen muß damit es zur vollkommenen Reinheit gelangt Es erscheint paradox daß Klein zur Veranschaulichung des Immateriellen Blattgold verwendet während das Gold unter dem materiellen Aspekt als eigentliches Synonym für Geld und Macht betrachtet wird In gewisser Weise scheint es paradox zu sein aber das macht die Eigenschaft dieses Metalls geradezu aus wie immer wieder mit den ambivalenten Erscheinungsweisen des Goldes gearbeitet wird Klein verzichtet bei seinen Monochromien auf den Pinselduktus um dem Ausdruck des Persönlichen zu entkommen Einziges malerisches Element ist die reine Farbe die mit einer Malerrolle aufgetragen wird so daß keine Spuren sichtbar sind die für Angerbauer dagegen so wesentlich und von so großer Bedeutung sind Sein Werk könnte ohne diese Spuren gar nicht existieren Klein entgeht auch bei seinen Monogold Tafeln dem Ausdruck des Persönlichen durch Auftragen der Goldblättchen die im künstlerischen Gestaltungsmoment ebenfalls keine Spuren hinterlassen Angerbauer dagegen durchbricht anschließend diesen Prozeß indem er von den Menschen die Spuren in sein Werk aufnimmt Klein sah in seinen monochromen Bildern ohne

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  • Zonen immaterieller malerischer Sensibilität
    Zeugen wurde dem Käufer eine Sensibilitätszone übertragen Der Käufer zahlte mit reinem Gold und erhielt einen mit seinem Namen gekennzeichneten Scheck mit der Anmerkung Diese übertragene Zone kann von dem Eigentümer nur gegen den doppelten Wert des ersten Ankaufs abgetreten werden Der Überträger verliert dadurch seine eigene Sensibilität ganz und gar Um gänzlich der Sensibilitätszone teilhaftig zu werden muß der Scheck verbrannt und die Hälfte des Goldes ins Wasser geworfen werden dann ist sie nicht mehr veräußerbar 141 Kleins Quittungen hingegen waren Belege zur Verifizierung der Existenz eines unsichtbaren Kunstwerks die bewiesen daß ein formeller Verkauf dieses Kunstwerks abgewickelt worden war 142 Mit diesen Quittungen führte Klein acht Transfers von Immaterialität durch die vereinzelt zu rituellen Ereignissen wurden Klein legte in den Transfers fest eine immaterielle Zone für Gold zu kaufen und anschließend die Quittung im Feuer zu vernichten Durch diesen Akt entsteht nach Klein eine vollkommene Immaterialisierung und absolute Integration des Käufers in die Immaterialität Es gab auch die weitere Möglichkeit daß der Käufer das Goldgewicht gegen eine Quittung zahlte jedoch behielt Klein das Gold und der Käufer erhielt nicht wirklich den authentisch immateriellen Wert des Werkes 143 Unter Zeugen warf Klein die Hälfte des erhaltenen Goldes in ein

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  • "Hommage á Yves Klein"
    behielt er die Hälfte des Goldes und somit einen materiellen Teil ein den es galt zu entmaterialisieren Hier soll keine Ausbesserungsarbeit stattfinden sondern Angerbauer sieht in Klein einen hochgeschätzten Künstlerkollegen dem zu gedenken ist Angerbauer verehrt dessen Werk weil es auf eine bereichernde sinnliche Erfahrung im Umgang mit Material und Farbe abzielt Einige wenige Förderer Kleins reagierten so wie er es sich vorgestellt hatte Ein Rezipient Kleins der 160 Gramm Gold für eine immaterielle Zone zahlte schrieb er habe keine andere Erfahrung mit der Kunst gemacht die mit den tiefen Gefühlen der Verkaufszeremonie vergleichbar wäre Sie löste in mir einen Schock der Selbsterkenntnis und eine Explosion des Bewußtseins für Zeit und Raum aus 144 und weitere Stimmen sagten aus das Ereignis sei ehrfurchtgebietend gewesen zumal es um 12 Uhr mittags endete und die Glocken aller Pariser Kirchen ertönten Fast alle erwähnten jedoch auch die Ironie zu sehen wie Gold in den Fluß geworfen wurde während die Clochards auf den Kais schliefen 145 Klein hatte bei dem Verkauf seiner immateriellen Zonen mehr an Spiritualismus und Existentialismus als an die gesellschaftlichen Probleme der Stadt Paris gedacht Daß Angerbauer von dieser Zeremonie Kleins so ergriffen war liegt in dem Spannungsverhältnis des simultanen Goldversenkungsrituals

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  • Zusammenfassung
    gesellschaftliche Einbindung der Rezipienten und Käufer ist sein Werk formvollendet Dadurch daß er die Menschen interaktiv in seine künstlerischen Prozesse einbezieht initiiert er Denkprozesse Beim Rezipienten wird das Bewußtsein auf erhellende Weise erweitert Angerbauer erweitert nicht nur den Goldbegriff sondern er regt auch andere humanitäre Denkanstöße an die die Ausbeutung und das Leid von Menschen die Umwelt und Naturzerstörung beim Goldabbau und die Habgier und Goldhysterie betreffen Angerbauer bezieht bewußt den Menschen in seinen künstlerischen Gestaltungsprozeß ein jedoch nicht nur als Mitgestalter In Zukunft soll auch er aktiv durch Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und sozialen Einrichtungen in einer T A Goldwork mitgestalten und mitarbeiten um dadurch aktiv zur Linderung menschlichen Leids durch das Element Gold als Medium beizutragen Mittels sozialer Kunst wird auf einer weiteren Ebene das Gold symbolisch gereinigt 146 Angerbauers Ursprungsidee das menschliche Leid an der Ressource Gold wird in seiner künstlerischen Umsetzung immer konsequenter vorangetrieben Diese Idee entwickelte Angerbauer seit seinem Schlüsselerlebnis 1984 durch die Filmdokumentation der Sierra Pelada in seinen verschiedenen Phasen in denen er die elementaren Zusammenhänge des Elements Gold thematisch umsetzt Anfangs noch von Künstlerkollegen inspiriert vor allem von Beuys sozialer Komponente und erweitertem Kunstbegriff läßt sich seit Mitte der neunziger Jahre eine eigene Entwicklung feststellen die sich wie auch seine Kunstwerke die goldenen Bodenfelder zu einer immer dichter werdenden Einheit kristallisiert Seit 1993 zeichnet sich die Einbindung sozialer Aspekte ab welche sich bis 1996 festigt Ab 1997 verschmelzen Kunst und Soziales zu einer konzeptionellen Einheit bzw Notwendigkeit Mit dem Erwerb eines goldenen Objekts wird der Käufer mit der Idee konfrontiert einen zusätzlichen Betrag an eine karitative Institution zu spenden Diese Spende ist nach Angerbauer als ein mit der Skulptur untrennbar verbundener plastischer Vorgang zu verstehen ein formgebender Prozeß im Sozialbereich der die eigentliche Vollendung des Kunstwerks bildet Kunst als sozialer Prozeß kann sich

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  • KRISTALLNACHT 1938 / "KRISTALLTAG" 1998 ... 2014/15...  Niemals wieder !
    Vertreibung und Gewalt Steyr bekam eine Goldene Rathauspassage Am 6 November 2014 wurde das Objekt Kristalltag enthüllt Seither lädt es in der Rathauspassage zum Nachdenken ein Der Künstler Johannes Angerbauer Goldhoff machte dieses Objekt den Bürgern der Stadt Steyr zum Geschenk Ermöglicht wurde dies durch den einhelligen politischen Willen sowie die Unterstützung vieler Helferinnen und Förderer Kristalltag Das vergangene Dunkel der Nacht vertreibende goldene Licht der Zukunft Johannes Angerbauer Goldhoff Der Knall des Hammerschlags und das Knistern des Sicherheitsglases wurde am 10 Nov 1998 als Kunstessenz in das globale Internet gestellt zur 60sec Audiodatei Crystal Day Golden City Hall Passage Steyr Austria Traces of 38 human beings who have been tracked down exiled and tortured are now united in an wall object called Kristalltag in the City Hall Passage in Steyr Austria Traces of one Holocaust survivor whose family roots are in this city Traces of refugees coming from Bosnia from Kosovo and from Iran Traces from Iraq from Lebanon and Rumania former Czech Republic as well as one from the Soviet Union All these traces are reflecting in the golden shine of the crystals in the art project Traces of Jewish Islamic and Christian beliefs and faiths are melted into one golden compact mirror a mirror of time transformation First only a matt golden surface was visible Through the traces left by those 38 human beings who touched the plane with their hands and feet this surface changed into a shining plane reflecting the past and future On the night of November the 9 th 1998 which has been the 60th anniversary of the so called Crystal Night the artist impacted the golden mirror by two intense strikes of a hammer The violence suffered by these humans must be broken Crystal Night has to be changed into Crystal Day

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