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  • T.Acht - Welcome
    to social sculpture If you are offended by contemporary art or not willing to help needy people LEAVE NOW Diese Seiten sind nicht mit T Acht verlinkt und erscheinen nur wenn man http www ta art com t acht muster

    Original URL path: http://www.ta-art.com/t.acht/muster.htm (2016-02-08)
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  • Einleitung
    Menschen diese Idee nahebringen bei ihnen durch künstlerische Handlungen einen Denkprozeß initiieren und Nachdenklichkeit auslösen Der Weg dieser Menschen manifestiert sich in Angerbauers Objekten Für Angerbauer ist Gold das einzige Element das die Möglichkeit in sich birgt durch sein bloßes Erscheinen ein globales und transglobales Symbol menschlicher destruktiver Eigenschaften und menschlichen Leids zu sein 3 Wenn Johannes Angerbauer goldene Schwellen Abb 2 vor die Eingänge legt erheben sich so viele Fragen daß in diesem Zusammenhang auftauchende Gedanken kaum zu bewältigen sind Daß einer um Hilfe zu bekommen oder um Hilfe anzubieten eine goldene Schwelle überschreiten muß scheint so grotesk widersprüchlich daß man am liebsten sofort wieder zu denken aufhören möchte Der Zwang sei angenommen das Denken möge beginnen Goldene Schwelle als Begriff täuscht denn golden ist die Schwelle ja nur bis zu dem Moment in dem sie jemand betritt Das Gold ist so aufgelegt daß es schon mit einem einzigen kräftigen Auftreten abgerieben wird Das Gold ist also der Abnützung durch Benützung dem Verschwinden durch Kontakt preisgegeben der Vernichtung letztendlich 4 Hier liegt der von Angerbauer beabsichtigte Beginn eines sozialen Prozesses Ziel dieser Arbeit ist es diesen jahrelangen Entwicklungsprozeß im Verlauf seines künstlerisch biographischen Weges vorzustellen und zu erläutern Es

    Original URL path: http://www.ta-art.com/_neu/texte/magisterarbeit/einleitung.htm (2016-02-08)
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  • Ambivalenz der Werte
    durchbricht konsequent die traditionelle Sichtweise des absolut wertvollen Goldes Er gestaltet Gold zudem als eine Art Spiegelbild das die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich selbst zurückführen soll Überdeutlich werden wir mit der Frage nach dem Gleichgewicht zwischen Wertnehmen und Wertgeben konfrontiert mit der Frage nach einem sozialen materiellen und geistig energetischen Ausgleich So stellt Angerbauer zum Beispiel im Rahmen seiner goldenen Bodenfelder der sich ständig verändernden goldenen Spiegelschicht Bilder und Texte gegenüber die oftmals in zeitgeschichtlichem oder übertragenem Bezug zum Material Gold stehen Abb 3 Durch Kombination gegensätzlicher Bilder entstehen Formen und Inhalte die aus alltäglicher Wirklichkeit und goldgeprägter Transzendenz bestehen und direkt indirekt ausgesprochene Verweise unausgesprochene Suggestionen und verstrickte gegenläufige Bezüge darstellen Stets werden diese Bild und Textzitate als Frage formuliert zugleich als Hinweis auf vielfach festzementierte Wertungs und Zuordnungshaltungen In seinem Werk wird auf sehr subtile Weise vorgeführt wie mit den Mitteln der aktuellen Kunst eine kritische Reflexion dieser Zementierung erfolgen kann Seine Kunst definiert sich inmitten der Gesellschaft auf vielfältige Art und Weise als wirkendes Bewegungselement der Reflexion Er und andere zeitgenössische Künstler möchten durch ihre Erfahrungen im Umgang mit der materiellen und ideellen Wirkung von Gold Denkprozesse auslösen um das Bewußtsein zu erweitern und die Wahrnehmung zu erhöhen Hintergründe und Zusammenhänge dieser Erfahrungen mit Gold als zentrales Motiv und als wesentlicher Erscheinungsträger unserer Zeit werden auf diese Weise bewußt So ist diese zeitgenössische goldene Kunst ein realistischer Spiegel unseres gesellschaftlichen Gefühls unseres epochalen Klimas und damit eine ihrerseits faszinierende aber auch herausfordernde aktivierende Kraft Die wesentliche Komponente goldspezifischer künstlerischer Darstellung beruht auf der Übertragbarkeit der Faktoren die mit Gold seiner Wirkung und Auswirkung auf den einzelnen den sozialen den gegenwärtigen und den geschichtlichen Menschen zu tun haben Künstler erfassen die gegenwärtige Situation unserer Konsumgesellschaft als verbesserungsbedürftig Sie ist eine auf Schein und Suggestion auf Verschleiß und

    Original URL path: http://www.ta-art.com/_neu/texte/magisterarbeit/ambivalenz.htm (2016-02-08)
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  • Entmystifizierung und Entmaterialiasierung
    auf den oben beschriebenen immateriellen und meist vergessenen Aspekt im Golddenken Das menschliche Leid Der Mythos des Edlen verschwindet wenn man Gold mit Füßen tritt Abb 4 Was passiert bei diesen Handlungen mit den Werten Es erfolgt die Umkehrung der Werte d h das Gold wird entwertet Wahres Gold als Begriff für das seit Jahrtausenden immerwährende eingeschmolzene menschliche Leid und die aus dieser Erkenntnis resultierende Menschlichkeit entma ch terialisiert und

    Original URL path: http://www.ta-art.com/_neu/texte/magisterarbeit/entmaterialisierung.htm (2016-02-08)
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  • Transparenz der Werte
    nicht Darstellbare die absolute Transparenz Zugleich aber werden diese Eigenschaften doch dinglich materiell und faßbar dargestellt wie Angerbauer es in seinen Handlungen Objekten und Skulpturen zum Ausdruck bringt Er legt in seinem Kunstschaffen den Weg frei für das philosophisch und künstlerisch interpretierte Gold Künstler die Gold oder mit Gold verbundene Assoziationen thematisieren versuchen sich durchweg der Komplexität des Goldes zu widmen und diese in verschiedenen Richtungen nach unterschiedlichen Charakteristika zu

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  • Biographisch-künstlerischer Weg
    der Wunsch seines Vaters gewesen daß er die elterliche Werkstatt nach seinem akademischen Studium übernehmen sollte Durch die Art und Weise jedoch wie sein Vater verstorben ist wollte und konnte er die Werkstatt zu keinem Zeitpunkt übernehmen denn er verband mit dem Herzinfarkt die Metapher daß das Herz des gesamten Schmuckateliers von diesem Zeitpunkt an stillstand und für immer erloschen war Im gleichen Jahr entschied er sich für die künstlerische Freiheit und besuchte die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz Österreich Meisterklasse Metall bei Prof Helmut Gsöllpointer Meisterklasse Bildhauerei bei Prof Erwin Reiter 1982 erlangte Angerbauer das Diplom für Bildhauerei Mag Art 1981 82 nahm er am Bildhauerseminar Gusen bei Gottfried Höllwarth für Granitskulpturen teil Dieses Seminar fügte sich gut in seine bevorstehende Lebensphase Es umfaßte den Gedanken der immer weiter fortschreitenden Änderungen der Arbeitstechnologien Dazu wurde es notwendig daß der Künstler die Werkstatt Atelier verläßt und in den Werkshallen und Steinbrüchen der Industrie seine Projekte verwirklicht Dabei wird auch ein gesellschaftlicher Schritt getan Ebenfalls liegt eine Änderung in der Zielsetzung der künstlerischen Aufgaben vor Eine Aktivierung des Lebensraumes durch räumliche Zeichen gesetzt als Identifikationsmöglichkeit und Orientierungspunkte welche aus dem reinen Zweck und Konsumdenken hinausragen Der Künstler wird Indikator für das Aufspüren und Verwirklichen neuer seelisch menschlicher Bedürfnisse welche unser Menschsein ausmachen und rechtfertigen Es geht nicht mehr um die Ausschmückung von Plätzen und Gebäuden sondern vielmehr um die Humanisierung unserer Umwelt Dieser Leitgedanke bewegte Angerbauer schon länger und er entwickelte sich ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich in seinem weiteren künstlerischen Schaffen Die im Rahmen dieses Seminars geschaffene Arbeit Abb 6 zeichnet sich durch besondere sensible Behandlung des Materials aus Sein behutsames Vorgehen begann schon bei der Materialauswahl und wurde bei der feinen Ausarbeitung bis ins Detail sichtbar Er stellt seine als Wand oder Bodenrelief konzipierte Landschaftsformation aus schwedischem

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  • Begriffsprägung Tellaura Anachtonismus
    das Akronym T A Das von Steinbock geprägte Begriffspaar Tellaura Anacht h onismos von nun an als programmatische Kurzformel T A abgekürzt ist eine lateinisch griechische Kunstwortbildung die gestützt auf die Skripten von Steinbock und Angerbauer von 1985 nachfolgend erläutert wird Tellaura Anacht h onismos formuliert den Leitgedanken Die Rückkehr des Goldes zur Erde als ganzheitliche Vereinigung archaischer Sprachelemente Im einzelnen liegen dem Kunstwort folgende Wortelemente zugrunde Tellus uris lat die Erde der Erdboden die Göttin Erde Aurum i lat das Gold aura ae lat Lufthauch Wind Tageslicht Himmel Schimmer Aura die esot Strahlungsenergiefeld das lebende Körper umgibt laurus i lat Lorbeerbaum heiliger Baum Apolls Reinheit Heilung Weissagung ana chthona griech zur Erde zurück zur Erde hinauf anachthonizio griech etwas zurück zur Erde hinauf auf eine höhere Ebene bringen anachthonismos griech die Tat etwas zurück zur Erde zu bringen Mit diesem Kunstwort will Angerbauer skizzenhaft und plakativ sein künstlerisches Anliegen zum Ausdruck bringen Zwar erscheint das Kürzel T A auf den ersten Blick eines Kunstbetrachters unverständlich aber vom Gesichtspunkt der Verbreitung und Vermarktung von T A Kunstprojekten ist dies geschickt gewählt denn bei Nachfrage ist der interessierte Rezipient direkt bei dem Kerngedanken Angerbauers künstlerischen Anliegens Ein interaktiver Prozeß zwischen Künstler

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  • Schlüsselwerk "El Dorado"
    verbindet den roten Pelikan Siegellack mit der christlichen Symbolik Vom Pelikan geht die Sage um daß er seine Jungen wenn sie die Eltern mit den Flügeln schlagen tötet Nach drei Tagen öffnet jedoch die Mutter ihre Seite und macht die Jungen durch ihr Blut wieder lebendig Die Beziehung auf Christus der durch seinen Kreuzestod die Menschheit zu ewigem Leben erweckte ist bereits im Physiologus gegeben In der Kunst erscheint der Vogel erst im späteren Mittelalter als Symbol des Todes und der Auferstehung Christi Bei Angerbauer allegorisiert der rote Pelikan Siegellack ebenfalls Tod und Auferstehung Der Tod steht für den Bruch mit seiner Vergangenheit und die Auferstehung steht für den Neubeginn Das Goldschmiedefell ist ein durch jahrelange Arbeit mit dem Gold beschädigtes Leder mit der Aufgabe Goldstaub und Materialabfall aufzufangen Die Spuren der Arbeit wie Abschürfungen Blut und Brandzeichen eingeprägt in ein organisches Material der Haut werden bewahrt ein häßliches kaputtes altes Leder vor der Vernichtung gerettet um in dem Werk El Dorado die Zeichen des Lebens zu zeigen Die Ästhetik dieses Werks ist kraftvoll wild aggressiv und schmerzhaft in der Direktheit mit der sie auf den Betrachter einwirkt Schmerzhaft auch für den Künstler In diesem Werk zentrieren sich sämtliche Ambivalenzen im Hinblick auf das Thema Gold und Angerbauers persönlich gespaltene Sichtweise Einerseits steht das Werk für Angerbauers künstlerischen Befreiungsakt andererseits steht es für die Doppelcharakteristik die dieses Metall aufweist Das im Bildzentrum verarbeitete letzte väterliche Goldschmiedefell mit seinen Blutstropfen die sich mit denen des Sohnes vermischen wird Angerbauer immer an seinen Vater und an die verweigerte Aufgabe das Schmuckatelier weiterzuführen erinnern Es stellte sich aber auch Verehrung und Hochachtung für den Vater ein als er dieses persönliche Goldschmiedefell in einer Phase der inneren Zerrissenheit verarbeitete und somit auch schmerzhafte Momente seines Vaters in einem Werk verewigte Das Goldschmiedefell ist genau in den Bildmittelpunkt gesetzt Es wird am oberen Rand und an der rechten Seite von einem Bindedraht hauptsächlich aber von dem hinunterströmenden Siegellack gehalten der die Ränder des Leders säuberlich umrahmend einklebt Am oberen Goldschmiedefellrand tropft ein Zuviel an Siegellack in ungleichmäßigen Bahnen über den Rand hinein in das Leder Das zernarbte Leder wird gleichmäßig von dem nach unten fließenden Siegellack eingerahmt Es suggeriert kleine Bäche von Blutströmen Magmaströmen vergleichbar So wie Siegellack durch Feuer erhitzt und flüssig gemacht wird um dann bevor er erkaltet und erstarrt schnell verarbeitet werden zu können so fließt auch das heiße Magma in flüssiger Form den Vulkan hinunter bis es zu Lava erstarrt Die Bereiche die vom Gasbrenner zu heiß geworden sind platzen als sandige körnige Grünspanspuren auf Das Schlachtenmesser ist in der unteren Hälfte des Werks auf das Goldschmiedefell aufgenagelt Die Spitze zeigt nach oben Die Blutrinne des Messers ist blattvergoldet Eingerahmt wird das Messer durch die drei bereits von Angerbauers Vater mit Siegellack verschlossenen Brandlöcher Das Goldschmiedefell das die menschliche Haut mit all ihren Verletzungen und Wunden symbolisiert wird in seinem Zentrum brutal mit dem Schlachtmesser konfrontiert Das Messer mit seiner blattvergoldeten Blutrinne zeigt überdeutlich im Bildmittelpunkt den grausamen Kampf zwischen den

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